Mit schwarzem Humor und Selbstironie wird von der Wiener Autorin Johanna Vasa die Innenwelt eines Menschen, der namenlos und geschlechtslos bleibt, geschildert. Es ist ein innerer Monolog, der von Verzweiflung und dem Wunsch, sich selbst zu töten, dominiert wird, doch die Versuche schlagen fehl und das letzte Bisschen Überlebenswillen manifestiert sich in der Gestalt eines Doppelgängers (Doppelgängerin?), von der sich die Person zunehmendst verfolgt fühlt, da er anscheinend die Selbstmorde vereitelt. So beginnt die Flucht vor sich selbst und ein Umherirren in der Stadt (bei näherem Hinsehen werden eindeutige Hinweise auf die Stadt Wien erkennbar), die Stimmung wird paranoid und man weiß nicht mehr, was Traum, Halluzination und was Realität ist.... Der Roman ist schwermütig, doch man kann zugleich lachen und man bekommt eine Ahnung von den inneren Kämpfen eines Selbstmörders, der schizophrene Züge entwickelt, da er sterben will, aber auch nicht.
Johanna Vasa: Dein Selbstmord tötet mich. 220 Seiten. ISBN: 9783732239177