TeDea schrieb:
>
> Um es voraus zu schicken: Es gab zu jeder Zeit
> Schwierigkeiten Kinder groß zu ziehen, in jeder Epoche der
> Geschichte andere.
hab auch nichts gegenteiliges behauptet
> Für mich ist z.b. klar, dass mein Kind nicht auf eine
> öffentliche Schule gehen wird. Dann kommt sicher der
> Aufschrei: Wer wird das zahlen? - Wir Eltern natürlich und
> dafür arbeite ich auch hart, um meinem Kind etwas bieten zu
> können.
das ist doch wohl klar - aber das wird nicht nur an dir liegen, sondern auch an deinem arbeitgeber. es ist schon schlimm genug, wenn es einem trifft und man keine arbeit hat, aber mit einem kind wird es noch härter.
es geht mir doch nicht darum, daß ich gegen kinder bin, sondern gegen teils verantwortungslose eltern. viele denken nur an die gegenwart und nicht an das was in mehreren jahren sein wird. dann stehens da wie die kuh vorm neuen tor und wissen nicht mehr weiter. all jene aspekte die ich aufgelistet habe, sollte man sich VORHER überlegen, nicht dann, wenn das kind schon da ist.
wie immer leidet dann das kind darunter.
wenn es nicht mal so gut rennt, dann gibt es meist streiterein mit partner und umfeld. da leidet wieder das kind darunter. die eltern sind nicht mehr fähig miteinander zu leben und treffen sich. das kind leidet wieder darunter und hat null plan was da eigentlich abläuft, wenn es noch jung ist.
hauptsache "juhu, hurra, ein kind !" - DAS ist "den kopf in den sand stecken" !
> Ich habe es mir auch nicht ausgesucht zu leben - man wird ja
> selten vorher gefragt - und auch wir kämpfen mit
> Schwierigkeiten, aber an diesen Dingen reift man und wenn man
> für etwas kämpfen muss, stärkt das den Charakter.
da geb ich dir schon recht, nur - wie schon oben beschrieben -, kann man alles nicht selbst beeinflussen.
> Kriege gab es bekanntlich schon früher und ich bin davon
> überzeugt, dass Nachkriegskinder weit schwierigere
> Voraussetzungen in ihren Leben hatten, als manche Kinder heute.
die haben auch meinen vollsten respekt.
> Jede Zeit birgt seine Probleme, aber ich finde es falsch zu
> sagen, Kopf in den Sand und lieber keine Verantwortung -
> Kinder sind die Zukunft.
verantwortung ... ich habe auch ohne kinder enorme verantwortung ... und meinen kopf stecke ich sicherlich nicht in den sand, sonst würde ich mir darüber nicht so viele gedanken machen.
> Ich bin absolut bei dir, in Punkto Job. Wenn man die nötigen
> Voraussetzungen nicht hat oder nichts dazu tun möchte, diese
> zu ändern um ein Kind gut zu versorgen und ihm Perspektiven
> zu bieten, sollte man es besser lassen.
wie schon erwähnt ... es muß nicht immer an einem selbst liegen. du kannst bei deinem job noch so gut sein, wenn beispielsweise deine österreichische firmenniederlassung von dem weltweitem-multi-konzern zusperrt um arbeitsplätze einzusparen, nützt dir das rein garnichts ...