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Anonymer Benutzer
20.11.02 12:28
Lieber Aldeous, liebe Varda und alle anderen ... *grins

Unverständnis ist ok., nicht jeder kann unsere Beweggründe nachvollziehen, aber die Bemühunge und Erfolge anderer zu verunglimpfen ist einfach nur dumm.

Die Gegenargumente die bis jetzt gebracht wurden sind schön und ja auch so einfach, allerdings nicht fundiert. Ich kann gewisse Menschen auch nicht leiden, und dennoch würde ich ihnen meine Hilfe nicht verweigern, wenn sie sie benötigen würden. Hier handelt es sich um Lebewesen, die genauso eine Lebensberechtigung haben wie jeder andere auch, sie benötigen Hilfe, wir können helfen, wo liegt das Problem?

Ja ich weiß, in Afrika verhungern Kinder, in Ungarn werden Straßenhunde getötet, es gibt viele obdachlose und arme Menschen, schönes Statement Varda, hast aber wenigstens einmal versucht etwas dagegen zu unternehmen??? Nein, sicher nicht, denn das würde dich aus deiner Weltuntergangsstimmung reißen und du würdest evtl. vielleicht noch Hoffnung für dein Leben schöpfen. Goth bewahre!!

Wir haben vielleicht einen Dachschaden, das bestreite ich gar nicht, aber den tragen wir wenigstens voller Stolz. Wir können wenigstens auf etwas zurückblicken und uns darüber freuen, etwas geändert zu haben, in UNSEREM Bereich. Wir sind aktiv geworden und haben nicht rumgejammert und 100.000 Ausreden gesucht, wieso wir das und das nicht tun können. Wir haben entdeckt, daß wir Enthusiasmus entwickeln können, wir können fühlen, vor allem mitfühlen.

Wir freuen uns über jede Hilfe, Unkenrufer und notorische Schwarzseher werden uns auch nicht aufhalten können *grins*.

lg
Mira
20.11.02 13:08
varda schrieb:
>
> Ich denke Ina hatte mal einen sehr guten Vorschlag
> gemacht....lasst uns in Österreich überflüssige Ratten nach
> Übersee schicken, wo sie als Futtermittel für Tiere, die es
> wirklich brauchen, verwendet werden können. Ich finde das ist
> eine brilliante Idee.

das dacht ich mir, dass du die Idee gut findest. Ich glaub auch, dass es besser wäre, wenn die Menschen aufhören würden sich zu ernähren. Es gibt nämlich sowieso zu viele, die stärksten werden's schon überleben. Damit hätten einige arme Tiere mehr Futter, das ihnen zur Zeit der Mensch wegfrißt. Wieder ein Problem gelöst. Ich find's schön, dass man mit dir so herrliche Ideen kreieren kann.

I.
Anonymer Benutzer
20.11.02 15:15
Sag ich doch, reine Ersatzbeschaeftigungen! Nur etwas anders formuliert.
Jemand der wirklich im Sinn hat etwas zu Bewegen kuemmert sich nicht um Ratten, der kuemmert sich meinetwegen um Delphine oder Schneeeulen aber um Himmels willen nicht um Ratten! Das ist absurd. ABSURD! Das ist keine selbstlose Aufopferung an eine gute Sache sondern lediglich selbstgefaellige Flucht in eine Scheinwelt.
Ich faende es selbstverstaendlich und auch nicht weiter verwundernswert auch nicht tragisch und bedauerlich, wenn du nicht dieser Meinung bist, aber es wuerde mich freuen, wenn du dir kurz darueber Gedanken machen wuerdest, ob es vielleicht einen wahren Kern beinhaltet. (ein Tip: ja)

Wenn Ihr ein Herz fuer diese ratzigen Tierchen habt, fein, aber bitte stellt euch nicht als die Weltretter dar wenn ihr diesen gefraessigen Schaedlingen Unterschlupf gewaehrt. Tut es als Hobby, aber stellt es nicht als Gemeinnuetzige taetigkeit dar. DAS IST ES NICHT! (Tip: Es ist das Gegenteil) Es ist oft besser nichts zu tun als Schaedlinge grosszuziehen - das richtet naemlich Schaden an, was nichtstun zwar auch hin und wieder als unerwuenschte Nebenerscheinung haben kann, aber nicht in diesen Ausmassen.
Wer denkt eine vielzahl an Ressourcen an eine Lebensform abtreten zu muessen, die sich nach dem Untergang unserer eigenen Art ins Faeustchen lachen wird, den kann man vermutlich nicht mehr retten, geschweigen denn umstimmen. Hab ich recht? Ja? Dann hab ich in anderen Belangen vielleicht auch recht. Also wieder ein Tip: Thread ein paarmal durchlesen und mir schreiben, wenn etwas unklar ist.

Noch ein Tip: Thread zur Gaenze lesen, und nicht nur die Argumente die ins eigene Weltbild passen.

Vielen Dank
aldous
Llewelyn
20.11.02 15:18
resumée :

nur weil du ratten nicht magst, heißt das nicht das man ihnen
nicht helfen darf.
Anonymer Benutzer
20.11.02 15:29
Es geht nicht um nichtmoegen oder moegen, bitte Thread ganz lesen.

Ich finde Ratten auch putzig. Wuerde ich den Wunsch nach einem Haustier verspueren, wuerde ich mir vielleicht auch eine Ratte kaufen, ist ja auch gerade so modern. Eine Ratte wuerde mich vermutlich mit ihrer Intelligenz mehr unterhalten, als ein apathische Hamster.
Darum geht es aber nicht. Dass es aus Gruenden der Psychohygiene fuer manche Menschen wichtig ist, sich ein Tier zu halten, bleibt unbestritten.

Es geht vielmehr um eine grosse Anzahl an Ratten, die nur zu ihrem Selbstzweck am Leben erhalten werden. Argumente dagegen findet man in dem schon etwas angewachsenem Thread zur Genuege. Bitte nachlesen.
Auch Argumente dafuer sind zu finden.

Es macht schlichtwegs keinen Sinn sich aufopfernd um den Erhalt von ein paar Exemplaren einer bestimmten Tierrasse zu kuemmern, die Quantitativ (abgesehen von Insekten) die Erde beherrschen.
Bitte diese ueberschuessigen Energien in sinnvolle Projekte investieren, statt sich als gemeinnuetzige Weltretter darzustellen und Ressourcen verschwenden die an anderer Stelle besser aufgehoben waeren.

aldous
Llewelyn
20.11.02 15:30
Anonymer Benutzer
20.11.02 15:32
Thread ganz lesen, dann erfaehrst dus.
Anonymer Benutzer
20.11.02 15:34
Ina falls dus noch nicht weisst, in den westlichen ländern herrscht eine überproduktion an nahrungsmittel und alles was wir nicht essen wird beinhart weggeschmissen und davon könnte man menschen der dritten welt helfen (die heutzutage auch noch massenweise verhungern) und auch meinetwegen ratten.
Somit wäre dein Argument wiederlegt.
Anonymer Benutzer
20.11.02 15:37
"Es macht schlichtwegs keinen Sinn sich aufopfernd um den Erhalt von ein paar Exemplaren einer bestimmten Tierrasse zu kuemmern, die Quantitativ (abgesehen von Insekten) die Erde beherrschen. "

doch, für eben DIESE ratten macht es sehr viel sinn, aber das verstehst du nicht.

"Bitte diese ueberschuessigen Energien in sinnvolle Projekte investieren, statt sich als gemeinnuetzige Weltretter darzustellen und Ressourcen verschwenden die an anderer Stelle besser aufgehoben waeren."

dieses projekt IST sinnvoll. diese ratten sind lebende, fühlende wesen, und darum verdienen auch sie es, das sich jemand um sie kümmert. du kümmerst dich in deiner freizeit um 2 behinderte - es gibt viele menschen, denen es sicherlich noch viel schlechter geht als den beiden, auch in deiner näheren umgebung - ist deine arbeit deswegen sinnlos? ressourcenverschwendung? wohl nicht, oder?

sie ist ein teil von einem grossen ganzen, genau wie die arbeit von tedea und den anderen. sicherlich gibt es "projekte", die wichtiger sind und welche, die nicht sooo wichtig sind, aber verschwendung ist keins.
Anonymer Benutzer
20.11.02 15:39
Achja und noch etwas. einer tierart helfen zu wollen, deren population ohne hilfe von aussen auf eine unvorstellbare zahl vergrössern kann, während die energie und das geld für wichtigere dinge gebraucht werden kann, finde ich paradox und dekadent und scheint eine ausgeburt unserer degenerierten gesellschaft zu sein.
Anonymer Benutzer
20.11.02 15:40
kurzfristig bei akuten hungersnöten : ja.

langfristig macht man mit dieser art von entwicklungshilfe der wirtschaft dieser länder endgültig den garaus. viel sinnvoller wäre es, die wirtschaft dieser länder anzukurbeln, damit sie sich selbst hefen können und nicht mehr auf uns angewiesen wären.

aber da haben leider zuviele leute etwas dagegen.
avatar 20.11.02 15:43
*lol*

sorry, aber über deine argumentation kann ich nur mehr lachen!

amüsiert,
tedea
avatar 20.11.02 15:47
wenn du unsere hilfe als dekandent hinstellst, ist es auch dekadent, wenn du dich in ein bett legst, das internet benutzt, o.ä. DAS geld könnte man woanders sicher auch gut gebrauchen, oder?

warum geht es nicht in eure köpfe, dass wir ratten lieben, wir lieben sie, wie andere hunde oder katzen lieben.
wir kümmern uns seit monaten um genau diese tiere, sie sind uns wichtig und sie brauchen uns!
wie oft soll man das eigentlich noch erklären?

ich seh mich nicht als weltverbesserer oder argen tierschützer, das will ich auch gar nicht sein. ich will da helfen, wo ich kann, mich für dinge einsetzen, die MIR wichtig sind und das tu ich eben.
ich versteh die leute nicht, die damit ein problem haben....

grüsse,
tedea
Anonymer Benutzer
20.11.02 15:50
dead du brauchst gerade mir über die wirtschaft von entwicklungsländern oder die standpunkte darüber der westlichen ländern keinen vortrag halten, da ich so etwas in der art ganz zufälligerweise studiere und darum sehe ich die unnütze verschwendung von ressourcen eben als verschwendung allerersten grades an und das schon kraft meiner ausbildung.
Anonymer Benutzer
20.11.02 15:50
"doch, für eben DIESE ratten macht es sehr viel sinn, aber das verstehst du nicht."
doch, das verstehe ich gut.
Nur bin ich von Vorstellungen getrieben die das menschliche Leben als wichtiger einzustufen ist als z.b das von Nagetieren mit einer Lebenserwartung von ein paar Jahren. Genauso halte ich auch das Leben eines Kindes fuer wichtiger, als das eines Erwachsenen. Beide schuetzenswert, keine Frage. Muss ich einen der beiden in einer Situation, die es erfordert mich fuer einen der beiden zu entscheiden, retten, dann waehle ich das Kind. Dass das Kind dann zum Straftaeter wird und der Erwachsene naechstes Jahre den Friedensnobelpreis bekommen haette.. ja, life sucks. Aber es waere gelogen zu behaupten, keine Unterschiede zu machen. Wenn TeDeas Wohnung abbrennt wird sie auch zuerst ihren Freund rausholen und nicht die Lieblingsratte, oder? Oder zuerst alle Kaefige, weil, Quantitaet geht vor? Wir treffen taeglich Wichtigkeitsunterscheidungen, ich habe hier eine nichtphilosophische Ausfuehrung erbracht die das vielleicht etwas kindlich auf den Punkt trifft: <a href="[www.gothic.at]; target="_blank">[www.gothic.at];

Es gibt natuerlich Menschen denen es schlechter geht als den zwei geistig Schwerbehinderten die ich besuche. Aber es gibt nicht viele, die sich schlechter selbst helfen koennen. Und das ist fuer mich ein wesentlicher Punkt.

aldous
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