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fauch
19.11.02 16:56
1) ich habe dich nicht angegriffen. ich habe auch nur meine meinung kundgetan. und die ist eben, dass ich deine argumente für nicht sehr toll halte.
2) wenn man mir oder leuten, die die selbe meinung wie ich vertreten, vorwirft, sich nicht für das problem von zB kindern in der 3.welt zu interessieren, dann fühle ich mich sehr wohl angegriffen, tut mir leid.
wenn man mir vollkommen grundlos desinteresse und naivität vorwirft, dann werd ich ja wohl noch drüber aufregen dürfen. und ich sage deshalb "mir" weil ich auch zu den menschen gehöre, die dazu bereit wären, sehr viel für ein tier zu opfern.
ich entschuldige mich dafür, dass ich zu emotional geworden bin aber ich habe es satt mich immer für meine tierliebe rechtfertigen zu müssen (nur als erklärung).
Anonymer Benutzer
19.11.02 17:02
Ich habe niemals von dir fauch oder jemand anderen eine Rechtfertigung verlangt. (die mich auch nicht wirklich interessiert)
Ich habe meine Meinung kundgetan (wie ich schon oft erklärt habe) und wollte lediglich einige Fragen in den Raum werfen, die Anregung zum nachdenken sein sollten und keine Rechtfertigungen verlangen sollten.

So und damit verabschiede ich mich höflichst,
Varda
fauch
19.11.02 17:17
> Ich habe meine Meinung kundgetan (wie ich schon oft erklärt
> habe) und wollte lediglich einige Fragen in den Raum werfen,
> die Anregung zum nachdenken sein sollten und keine
> Rechtfertigungen verlangen sollten.

"anregungen zum nachdenken" sollte man vielleicht etwas weniger radikal formulieren, damit sie auch als solche verstanden und ernst genommen werden.

nur eine anregung....
[scare]
19.11.02 19:17
ich habe einen hund. dennoch kenne ich leute, deren ratten herumpissen wie eine regenwolke. und lass diese seitenhiebe.
19.11.02 19:19
du hast vielleicht niemanden (bewußt) persönlich angegriffen, aber sehr wohl klar gemacht, dass menschen, die ratten helfen wollen, ihre prioritäten falsch setzen. und das sehe ich persönlich als eine bevormundung.
es gibt genug lebewesen, die hilfe nötig haben, da gebe ich dir durchaus recht. Aber wer sagt, dass ratten bei tedea oder bei mir priorität haben? du kennst wohl keinen von uns beiden, vielleicht sind ihr oder mir auch menschen wichtig. hast du mal nachgefragt, was tedea oder ich oder all die anderen die sich pro ratz einsetzen für menschen im bereich ihrer möglichkeiten tun?

Ina
fauch
19.11.02 19:25
hä ? was für seitenhiebe bitte ?
[scare]
19.11.02 19:28
TeDea schrieb:
>
> Hallo,
>
> also ich muss mich da noch mal zu Wort melden *ggg*
>
> Erstens, ich bin, wie viele von euch wissen, schon jahrelang
> im Tierschutz tätig.
> Warum Tierschutz? Weil ich Menschen und Tiere kenne und Tiere
> für mich die besseren Menschen sind.
> Das ist ganz einfach....

daran ist nichts auszusetzen, im gegenteil :)
>
> Wie bereits richtig gesagt, ich kann nicht jedem Tier helfen,
> so versucht man eben, sich zu spezialisieren und ich
> spezialisiere mich seit Jahren auf Ratten.
> Was ist daran so schlimm?

im prinzip nichts.
>
> Eine staatliche Einrichtung, namens Tierheim, schiebt die
> Ratten ab, soll ich zusehen, wie sie verrecken?

das is in meinen augen ein geschmackloser vergleich (abschiebung is ja gerade so ein unaktuelles thema...)
> Wenn ihr einmal in die Augen der Tiere geschaut habt, die
> euch dankbar entgegenschauen, wenn sie etwas zu fressen
> bekommen, oder einen frischen Käfig, dann könnt ihr sie auch
> nicht mehr davor verschliessen.

bei hunden ja. bei katzen ja. aber bei ratten?
> Ich lebe seit Jahren mit Ratten und anderen Tieren, ich
> schätze die Ratte als eines der saubersten und sozialsten
> Haustiere überhaupt.
> Mein Hund ist im Vergleich zu den Ratten eine richtige
> Dreckstöle.

scheiss erziehung, selber schuld.
>
> Dass Ratten Krankheitsüberträger sind, gehört zu den
> Ammenmärchen des Mittelalters. Damals wurde auch behauptet,
> dass Ratten an sich die Pest übertragen würden. Fakt ist,
> dass die Pest durch den Pestfloh übertragen wurde, der auf
> allen Tieren gelebt hat. Grund für die Übertragung war die
> mangelnde Hygiene. Die Ratte war höchstens für die
> Verbreitung mitschuld, da sie sich auf Schiffen eingenistet
> haben und so von Kontinent zu Kontinent geschippert wurden.
> Fakt ist auch, dass der Pestfloh zur selben Zeit auch auf der
> Besatzung der Schiffe lebte.

und das ratten damals die allgegenwärtigste ntiere in den städten und dörfern waren und sich in kürzerster zeit zu tausenden vermehrten, da durch die zunehmenden schlechten verhältnissen in den städten es immer mehr "überlebensmöglichkeiten" gab. und in ländern wie zB indien ist pest noch allgegenwärtig und - siehe da - es gibt millionen von ratten.
>
> Ein weiteres Ammenmärchen ist, dass die freilebende
> Wanderratte in der Natür ein höheres Durchschnittsalter
> erreichen würde, als eine domestizierte Farbratte.
> Das Durchschnittsalter einer freilebenden Ratte beträgt 2
> Jahre. Selbiges gilt für eine domestizierte Farbratte.

ich kannte keine ratte, die älter als ein jahr wurde.

> Ich kann nicht die ganze Welt retten, das steht auch gar
> nicht in meinem Interesse, aber ich für mich habe
> entschieden, mich für den Tierschutz stark zu machen,
> insbesondere für Ratten, die nach wie vor als Ekeltiere
> gelten, nur weil sich keiner die Mühe macht, sich mit Ratten
> auseinanderzusetzen.

wozu auch? sind wir schon so weit, uns sorgen über das überleben und den fortbestand von einer der meistverbreitetsten säugetiere der erde sorgen zumachen, wenn der rest der welt vor die hunde geht?

> Wofür ich mich stark mache, sollte doch wohl meine Sorge
> sein. Es war nicht meine Absicht eine derartige Diskussion zu
> provozieren, sondern lediglich ein paar Tierfreunde
> wachzurütteln, die vielleicht helfen möchten. Es haben sich
> schon einige via Mail bei mir gemeldet und dafür bin cih
> wirklich sehr dankbar.
>
> Für alle, die glauben, ich hätte neben den Ratten kein Leben
> *ggg* ich kann euch beruhigen, das habe ich, aber Ratten sind
> eben zu einem Bestandteil in meinem Leben geworden, den ich
> mir nicht mehr wegdenken kann.
>
> Liebe Grüsse,
> Nicole samt ihren 43 Nasen

grüsse Scare, und seine 1jährige terrierhündin
avatar 19.11.02 19:36
@scare

deine meinung, ist deine meinung, aber du ziehst keinen unterschied, zwischen einer wanderratte (freilebenden wildratten) und domestizierten farbratten (die nur durch menschliche pflege überleben können). warum sollte eine farbratte, schlechter sein, als ein hund?
wo setzt du deine wertigkeit?

wenn du keine ratte kennst, die älter als ein jahr wurden, dann kanntest du wahrscheinlich nur ratten, die nicht ihren bedürfnissen entsprechend gepflegt wurde.
meine pandora, die rudelälteste, ist mittlerweile 2 jahre und 6 monate....
ich habe momentan 43 ratten (neben einem hund, katzen und frettchen) und noch keine ist an den folgen eines tumores gestorben.

deine argumentation ist völlig haltlos....
hunden kannst du gewisse dinge nur schwer aberziehen - mein hund wird immer alles fressen, was er findet...er wird immer wieder ans katzenkisterl gehen, wenn ich nicht aufpass und er lässt sich seinen schmutz von mir aus dem fell waschen...
du wirst schwer beurteilen können, ob mein hund schlecht erzogen ist, oder nicht...

TeDea
[scare]
19.11.02 19:47
oh doch, ich kann sehr gut beurteilen, ob (d)ein hund gut erzogen ist oder nicht, denn solche sachen, wie du erwähnst hab ich einem hund in einer woche (ohne jegliche gewaltanwendung) abgewöhnt. bei manchen muss man strenger sein, bei manchen verspielter. denn jeder hund hat eine eigene persönlichkeit, individuelle bedürfnisse und macken. meine hündin zB pisst mit gehobenen hinterlauf, "redet" sehr viel und legt sich sich gerne mit ihrem oberkörper auf meinen schoß, wenn ich am computer sitze (und die "kleine" wiegt knappe 25kg *achz*). und das waren nur einige ihrer eigenheiten, die sie zu einem einzigartigen tier machen. ob das wohl ein grund ist, warum niemand rudel mit 43 hunden besitzt? ratten sind zu einem gewissen grad "gleichgeschalten". sicher, auch ratten haben ihre eigenheiten, jedoch nie so ausgeprägt...wenn ich meinem hund in die augen sehe, sehe ich ihr an, ob sie traurig ist, ob sie liebeskummer hat, ob sie fröhlihc ist oder einfach nur gelangweilt/genervt. der vergleich hunde/ratten hinkt demnach gewaltigst.

S.

ps.: das is kein angriff gegen dich :)
avatar 19.11.02 20:05
hi,

ich denke, du hast dich einfach nicht eingehend mit ratten beschäftigt. ich sehe meinen ratten auch an, ob es ihnen gut geht, ob sie krank sind, ob es ihnen an etwas fehlt, ob sie sich wohlfühlen, etc...
glaub mir, ich lebe seit 22 jahren mit hunden und corso, mein cocker spaniel, ist ein hund, an dem sich einige trainer und ärzte die zähne ausgebissen haben, weil er so stur ist. dennoch liebe ich diesen hund über alles, er hat eben seine eigenheiten, seinen eigenen charakter, aber den hat auch jede einzelne meiner ratten, ob du es glaubst, oder nicht ;)

grüsse,
tedea
Anonymer Benutzer
19.11.02 20:06
"...würde ich mich sehr wohl als tierlieb bezeichnen und hatte auch schon viele Haustiere angefangen von Wüstenspringmäusen über Chinchilla..."

na prost. tiere in käfige sperren = tierlieb?!?


"...schaut euch einmal in der Welt um in der ihr lebt und ihr werdet noch schlimmere Misstände finden..."

genau, darum scheissen wir gleich auf alles.
19.11.02 20:14
ich muss tedea auch hier recht geben, ich seh meiner bande auch ganz gut an, wie' s ihnen geht und was sie gern wollen.
meiner meinung nach siehst du die hundeerziehung auch etwas zu blauäugig, offenbar hattest du mit deinem hund 'glück'. ich vermute, kein tierheimhund oder ähnliches.

I.
fauch
19.11.02 20:33
also sei mir nicht böse aber wie jemand seinen hund erzieht, das kann dir egal sein. überhaupt, "schlecht erzogen" ist ein begriff, den ich überhaupt nicht leiden kann. der wird gern für jede form von individualität benutzt....

und wie du hoffentlich weißt, sind hunde rudeltiere und im rudel genau so "gleichgeschalten".

>sicher, auch ratten haben ihre eigenheiten, jedoch nie so ausgeprägt...wenn ich >meinem hund in die augen sehe, sehe ich ihr an, ob sie traurig ist, ob sie >liebeskummer hat, ob sie fröhlihc ist oder einfach nur gelangweilt/genervt. der >vergleich hunde/ratten hinkt demnach gewaltigst.

erstens mal hat jedes tier seine eigenheiten. wie ausgeprägt, das kommt auf das tier drauf an. zweitens hab ich bisher bei jedem tier, das ich gehalten habe, erkennen können, wie es grad gelaunt ist.

außerdem....was mich generell (nicht nur an dich gerichtet) interessieren würde, ist wie der wert eines tieres oder überhaupt eines lebewesens gemessen wird.
an der intelligenz ? an der größe ? an der rasse ?

ich finde es traurig, tiere in "wertvolle" und "nicht ganz so wertvolle" zu unterteilen.
[scare]
19.11.02 20:45
fauch schrieb:
>
> also sei mir nicht böse aber wie jemand seinen hund
> erzieht, das kann dir egal sein. überhaupt, "schlecht
> erzogen" ist ein begriff, den ich überhaupt nicht leiden
> kann. der wird gern für jede form von individualität
> benutzt....

nein, es ist mir nicht egal. den manche verstehen unter hundeerziehung prügel, kette u.ä. sowas ist mir nicht egal. un dbei sowas sehe ich auch nicht zu.

> und wie du hoffentlich weißt, sind hunde rudeltiere und im
> rudel genau so "gleichgeschalten".

nope. hunderudel sind hierachisch und familiär organisiert, vom alfa-rüden bis zum omega-rüden. diese familienbanden werden oft penibelst gepflegt und reviere verteidigt. bei ratten auch so?

> >sicher, auch ratten haben ihre eigenheiten, jedoch nie so
> ausgeprägt...wenn ich >meinem hund in die augen sehe, sehe
> ich ihr an, ob sie traurig ist, ob sie >liebeskummer hat, ob
> sie fröhlihc ist oder einfach nur gelangweilt/genervt. der
> >vergleich hunde/ratten hinkt demnach gewaltigst.
>
> erstens mal hat jedes tier seine eigenheiten. wie ausgeprägt,
> das kommt auf das tier drauf an. zweitens hab ich bisher bei
> jedem tier, das ich gehalten habe, erkennen können, wie es
> grad gelaunt ist.

keine einwände. nur hunde zeigen es mit besonderer deutlichkeit. einem hund bedeutest du wirklich was, du bist teil seines rudels.

> außerdem....was mich generell (nicht nur an dich gerichtet)
> interessieren würde, ist wie der wert eines tieres oder
> überhaupt eines lebewesens gemessen wird.
> an der intelligenz ? an der größe ? an der rasse ?

ich werte keine tiere. hab auch nirgends behauptet, das ich ratten "minderwertig" finde. ich verstehe nur nicht, warum man sich welche als haustiere hält.

> ich finde es traurig, tiere in "wertvolle" und "nicht ganz so
> wertvolle" zu unterteilen.

was hier afaik keiner getan hat.

ps.: ja, mein hund ist nicht aus dem tierheim, sondern bei einer züchterin abgeholt. was aber nicht heisst, das ich noch nie mit heimhunden zu tun hatte. ausserderm hab ich schon x hunde miterzogen, 2 selbst erzogen (beim ersten war ich 8 jahre alt) und mehreren hunden gewisse dinge abgewöhnt/sie stubenrein gemacht. ja, es kostet zeit, ja, es kostet nerven. ein hund ist ein fulltimejob.

S.
avatar 19.11.02 20:55
[scare] schrieb:

> nope. hunderudel sind hierachisch und familiär organisiert,
> vom alfa-rüden bis zum omega-rüden. diese familienbanden
> werden oft penibelst gepflegt und reviere verteidigt. bei
> ratten auch so?

Ja, ist es. Ratten sind Rudeltiere und leben in grossen Familienverbänden. Es gibt genauso Alpharatten, bis hin zur Omegaratte, alles hierarchisch angeordnet. Ich kann in meinen Rudeln die Hierarchie genau durchblicken. Mein Rudelführerin Serafina ist sehr heikel im Aufnehmen neuer Ratten in ihr Rudel. Integrationen können sich über Monate hinwegstrecken.
Genauso wie Ratten Rudeltiere sind, ist das Leben im Familienverband wichtig. Sie pflegen alte und kranke Tiere, bringen Futterstücke zum Alttier hin, putzen es, groomen es (das bedeutet Fellpflege) und wärmen sie hin, bis zum Tod.
Bei Ratten, die besonders innige Verhältnisse zueinander haben, kann es vorkommen, dass nach dem Tod eines Tieres, bald das zweite folgt, weil es den Verlust des Partner nicht ertragen kann.


> keine einwände. nur hunde zeigen es mit besonderer
> deutlichkeit. einem hund bedeutest du wirklich was, du bist
> teil seines rudels.

Genauso, wie ich Teil meines "Hunderudels" bin, bin ich Teil meiner Rattenrudel. Oberratte bin ich, ich muss aufmüpfige Tiere unterwerfen, genauso wie einen Hund auch. Bei Ratten sieht das so aus, dass man sie auf den Rücken dreht und sie auf den Bauch pustet. Ich merke ganz genau, dass ich Teil ihres Rudels bin, weil ich mich täglich intensiv mit ihnen beschäftigte. Wenn meine Ratten mich sehen, kommen sie angelaufen und schlecken mir über die Hände und das Gesicht. Sie putzen mich, genauso wie sie es bei der Begrüssung mit anderen Ratten tun.

>
> ich werte keine tiere. hab auch nirgends behauptet, das ich
> ratten "minderwertig" finde. ich verstehe nur nicht, warum
> man sich welche als haustiere hält.

Die Farbratte war das Haustier des Jahres 2002 ;)
Es gibt tausende Rattenfreunde, also wissen mittlerweile schon einige, dass es äusserst interessant und bereichernd ist, sich so intelligente Nager als Haustiere zu halten.


Lg,
Nicole
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