Njet schrieb:
> wie ja auch gelegentliche behauptungen, pflanzliche
> ernährung wäre bei mehr als 6 mrd menschen auf der erde
> ökologischer als fleisch in der regel dem reich der phantasie
> entspringen, aber wir "unteranderemauchfleischesser" sind ja
> tolerant, im gegensatz zu den meisten pflanzenessern...
Und vermutlich beziehst Du Dich auf brav auf die Leute, die so gerne davon reden, daß wir ohnehin Überschüsse produzieren, und mit gerechter Umverteilung und Entwicklung der (Land-)Wirtschaft in den armen Ländern viel mehr erreichen können und alles viel besser wäre. Die Überschüsse hier sollen wir dann unter Verwendung von Rohstoffen (vor allem fossilen Brennstoffen) um die halbe Welt karren, nicht wahr? Den armen Ländern zeigen wir, wie sie mit den selben Mitteln wie wir die Umwelt zugrunde richten, damit sie dort die selben fehler wie wir machen können Wir machen so weiter wie bisher, und in der Fleischesserküche ist alles eitel Wonne. So viele neue Mythen und Märchen...
Und daß unsere Überschüsse in einem nicht gerade unbeträchtlichen Teil der Einfuhr von Futtermitteln aus der 3.Welt zuzuschreiben sind, während dort die Menschen hungern, ist ja auch OK, nicht wahr? Hauptsache unsere Rinder werden mit Soja aus dem südostasiatischen Raum gefüttert, damit sie auch ja schnell an Gewicht zulegen, damit unsere Bauern mit möglichst wenig Aufwand ein Maximum an Fleisch für uns cholesteringepeinigte Europäer produzieren können, während der arme bauer in der 3.welt noch immer nicht besser dasteht.
Wie du siehst, ist fleischlose Ernährung nicht nur gut für die Tiere, nein sogar der Mensch würde davon profitieren, und damit kommen ja meistens die Fleischesser lautstark angerannt, wenn es um Fleischverzicht geht. Wahnsinn, gelle?
Aber nein, wir verfüttern lieber 10 - 15 Kilo Getreide (zusätzlich zu Weidegras und Stroh, Obst und Gemüse), und verwenden einige tausend Liter Wasser um 1 Kilo Fleisch zu produzieren. Für die immer größer werdene Nachfrage nach Futter-Getreide verseuchen wir in der Landwirtschft die Böden und das Wasser, roden Waldflächen, vernichten Lebensraum, versprühen Pestizide,etc., aber das ist ja alles bestens, solange immer das Schnitzel im Supermarkt liegt, und das auch noch möglichst billig. Vom damit verbunden Tierleid sprechen wir jetzt gar nicht erst.
In einer anderen Diskussion hier habe ich die Zusammenhänge schon mal aufgezählt, aber da hast du wohl nicht mitgelesen, hast Dich wohl auch nicht weiter bemüht Informationen zu suchen, die Deine Aussage vielleicht in Frage stellen könnten, oder Du plapperst die alte Leier genauso runter wie so viele andere, die auch ja mit bereits hundertfach widerlegten Argumenten kommen, nur um den eigenen Lebensstil zu rechtfertigen.
bm, der angesichts solcher Sachen in Rage gerät und sich wieder zurückzieht.