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avatar 06.03.07 12:09
Tja, reingesprungen ist mir auch ein Klischee-Nazi. Aber das Geschenk welches er mir auf den Leben mitgegeben hat ist eine gewisse schreckhaftigkeit. Daher ist es mir eigentlich eben egal, ob das nur ein Provokateur ist oder ein "echter", mein misstrauen erntet ab nun jeder der sich damit schmückt bzw auszeichnet.
Und ob das nun ne original ist oder eine die sich an einer Aufnaht unterscheidet ist mir herzlich einerlei, weil die Optik die Aussage bestimmt.
Anonymer Benutzer
06.03.07 12:31
Zum Thmea 'Bauerndisco':
Die Overdose-Parties in Salzburg gehören zu den grössten schwarzen Events in Österreich, die einmal monatlich stattfinden und jeweils zwischen 200 und 400 Besucher verzeichnen können.

Bezgüglich 'Uniformen':
Am Overdose gibt es neben einem Electro- und einem 80s/Wave-Floor auch einen Neofolk/Industrial Floor. Zur Thematik und Ästhetik von Neofolk gehören mitunter nunmal auch Uniformen.
Wer sich durch 10 Uniformen in Mitten von 300 Grufties abgeschreckt fühlt, hat genügend Möglichkeiten dem auf einem anderen Floor auszuweichen. (Wie man auch am WGT nicht dazu gezwungen ist, eines der vielen, jährlich dort stattfindenen Neofolk Konzerte zu besuchen.)
Desweiteren stellt das Overdose ein Musterbeispiel an Toleranz dar auf dem neben Neofolkern auch unzählige Transvestiten, Batcaver, Cyberchicks, Altgrufties etc. zu finden sind und zwischen denen es noch nie Probleme gab. :-)

Dass unter den Gästen auch einmal ein "führender Neonazi" gewesen sein soll, ist mir neu. So hat der Verdächtige sich doch während seines Aufenthalts anständig (und unpolitisch!) benommen. Und das sage ich, der ich am Revers meiner Uniform das letzte Mal eine weisse Rose trug. ;)
avatar 06.03.07 12:44
Um das klarzustellen, das "Bauerndisco" bezog sich darauf, das von anderer Seite gemeint wurde, dass solche Leute entweder so wären oder von dort kämen etc. Ich übernahm die Bezeichnung und überspitzte sie um meinem Sarkasmus zu unterstreichen.

Finde ich umso komischer diesen Mischmasch. Aber um die Sache zu einem Ende zu bringen: gut das alle gut auskommen. Over&out.
avatar 06.03.07 12:51
etzel schrieb:
>
> uniformiert waren die allesamt nicht, das hat sie
> aber auch nicht davon abgehalten, mir ein paar in die
> schnauze zu geben....


willkommen im club =;-)
Anonymer Benutzer
06.03.07 18:57
Das ganze Gerede ist ja gut und schön, aber ebenso oberflächlich und übertrieben.

Nur vorab zum Verständnis: ich verabscheue grundsätzlich politische Extreme ebenso wie selbsternannte Hexenjäger und "Bessermenschen".

Ganz ehrlich - die einzige "Änderung" in der schwarzen Szene, die mir auffällt, ist die vielgerühmte "schwarze Toleranz". Man muss leider immer öfter feststellen, dass ebenjene bei vielen nicht viel weiter reicht, als zum Spiegel an der Wand zu Hause: NeoFolker sind allesamt böse Nazis, Batcaver mögen keine "Cybergruftis", letztere finden Batcaver blöd, "die ganze Welt" lächelt über die "Rüschengruftis" und EBM'ler sind sowieso die unbeliebte Grufti-Version von "Scooter" (und auch Nazis!) etc.pp.
Traurig... ich kann mich noch an Zeiten erinnern, wo man halt einfach schwarz war und noch ein gewisser Konsens und Zusammenhalt da war.

Ein Punkt, der hier bisher vollkommen ausser Acht gelassen wurde, aber gerade in Hinblick auf die NeoFolk (und auch EBM) Szene äusserst relevant ist, ist das Wörtchen oder besser gesagt Phänomen "FETISCH".
Es gibt Leute, die einfach einen gewissen Uniformfetisch haben, so wie eben andere auf Lack & Latex, Peitschen, Hohe Stiefel, Kleider, die für's andere Geschlecht gemacht sind, oder was auch immer stehen.
Wenn man sich mal die Zeit nimmt, sich mit diesen Leuten zu unterhalten, anstatt sie vorschnell abzuurteilen, realisiert man relativ schnell, dass diese Leute eben auf Uniformen stehen und ihr "Verbrechen" höchstens darin besteht, eben ihren Fetisch auszuleben, genau wie halt eben andere in Lack/Latex rumlaufen oder der eine oder andere Mann vielleicht eine Corsage oder ein Kleid trägt etc.
Viele von ihnen sehen sich einfach als "Schausteller" und verbinden 0 politische Intentionen damit. Andere sind wenn, dann politisch sogar eher links einzuordnen.
Natürlich kann's sein, dass es auch den Einen oder Anderen darunter gibt, der "rechtes Gedankengut" vertritt. Ebenso, wie es überall anders Leute "aus der Schiene" gibt - die sehen halt einfach nicht danach aus.

Um auch mal mit Links um mich zu werfen:
Sieh an, auch ein Link von der bösen, bösen Overdose-Galerie:
<a href="[www.overdose.at]; target="_blank">[www.overdose.at];
Wow! Vor allem der Kerl ganz rechts am Foto - Uniform, Glatze, uiuiui, wenn das mal kein böser Nazi ist. Und weil's so schön war, gleich noch mal:
<a href="[www.overdose.at]; target="_blank">[www.overdose.at];
Arg, oder? Der Kerl ist ja wohl definitiv ganz rechts aussen.

Na? Stimmt Ihr so weit zu? Ist ja wohl alles vorhanden, was man zum richtig schönen klischeeisieren braucht: Glatze, Uniform, Pose...
Dann werft mal einen kleinen genaueren Blick auf die Fotos - am ersten trägt er (auf dem Foto leider nicht allzugut erkennbar) einen Aufnäher, am zweiten eine Armbinde - beide mit dem selben Symbol, nämlich einer weissen Rose und tadaa, hier kommt der unumgängliche Wikiperia-Link:
<a href="[de.wikipedia.org]; target="_blank">[de.wikipedia.org];

Huch! Oje, wär doch so ein schönes Klischee/Vorurteil gewesen, aber leider ebenso falsch wie oberflächlich.

Was macht denn Leute, die so oberflächlich urteilen um irgendwas besser, als die Leute, über die sie vermeintlich urteilen?
Wo genau ist denn der nennenswerte Unterschied zwischen Leuten, die alles, was ausländisch aussieht und ihnen daher nicht in den Kram passt, sofort scheisse finden und welchen, die alles, was ihnen schon rein oberflächlich betrachtet unerklärbar ist/nicht gefällt, sofort als "rechts" und damit "scheisse" abstempeln?
Um auf meine Einleitung zurückzukommen: genau deshalb mag ich links-EXTREME und "Bessermenschen" ebensowenig wie rechts-EXTREME - ich sehe keinen nennenswerten Unterschied zwischen ihnen...

Natürlich war und ist eine gewisse Tabuisierung durchaus angebracht, aber 60 Jahre Extremtabuisierung und Linksförderung treiben heutzutage durchaus auch sehr eigenartige Stilblüten (in Deutschland noch viel mehr) und die Augen vor etwas zu verschliessen, anstatt es aufzuarbeiten, hat sich noch nie als gute Lösung erwiesen.

Um zurück auf Overdose zu kommen: klar könnten die Veranstalter Uniformen verbieten. Aber wie geht's dann weiter?
Wenn man die Uniformen als Fetisch verbietet, muss man zwangsläufig auch andere Fetischformen verbieten. Der nächste fühlt sich dann von Männern, die Frauenkleider oder Teile derselben (zb Mieder) tragen, gestört - *zack* verbieten wir.
Irgendwer steht nicht auf Lack/Latex - müssen wir dann wohl auch verbieten. So gesehen sehen die Batcaver mit ihren Iros und so ja auch voll assozial aus - verbieten wir auch gleich.
Politik und Meinungen werden natürlich zum absoluten Tabuthema. *zack* wird natürlich alles verboten - rechts ebenso wie links (in Deutschland kann man neuerdings übrigens auch für durchgestrichene Hakenkreuze u.ä., wie sie durchaus auch da und dort mal gesehen werden, als vermeintlicher Nazi abgestempelt und -geurteilt werden - das meinte ich weiter oben mit den skurrilen Stilblüten).

Wenn man das ein wenig weiterspinnt, landet man lustigerweise übrigens irgendwann bei einer extrem rigiden und genormten Gesellschaft, die dann bestimmt von irgendwelchen findigen Geistern ganz schnell mit "den Nazis" verglichen und als ebensolche abgestempelt wird.

Ganz nebenher würde man sich wahrscheinlich auch irgendwann strafbar machen, da Meinungs- und Religionsfreiheit schliesslich ein grundlegendes Menschenrecht sind und man zwangsläufig früher oder später eben dieses Recht verweigern würde.

Wie auch immer - auf Overdose treffen sich im Endeffekt "Schwarze" jeder Stilrichtung, Coleur und Meinung und es funktioniert wunderbar, sogar ohne dass irgendwer für seine Vorlieben erniedrigt oder mit etwas "behelligt" wird. Da herrschen sogar noch oben erwähnte Toleranz und Zusammenhalt.
Ich hätte auch noch nie von jemandem gehört, dass er/sie von irgendjemanden politisch behelligt oder in irgendeiner Form belästigt worden sei oder dass auch nur irgendjemand irgendeine politische Meinung kundtat, insofern wäre ich vorsichtig damit, über etwas oder jemanden anhand von Fotos o.ä. zu urteilen.
avatar 06.03.07 20:40
Also das weinerliche Getue bzw reflexartige bashing weil anscheinend so ein Subjekt namens "Gutmensch" schreibt, kann ich nun auch nicht unkommentiert lassen.
Vorab habe ich (noch) niemanden "angeklagt", sondern ne Frage in den Raum gestellt und festgestellt, dass es schon immer mal ne Affinität der Szene zum "Ästhetizismus" gegeben hat (mich eingeschlossen).

Zum Outfit und Aussehen, also wenn man das macht oder den "Fetisch" hat, dann darf man sich bitte doch nicht wundern bzw beschweren wenn man in eine gewisse Ecke gestellt wird. Im übrigen gibt es auf dieser Erde über 190 Staaten und sicherlich genauso viele Uniform Formen; sich da ne SS Uniform zu suchen und sich dann zu wundern "jo mei warum nur" ist schon mehr als naiv. Aber vielleicht sind wir ja in ein paar Jahren/Jahrzehnten so weit, dass es normal ist.

Naja, alles in allem fand ich die Anhäufung einiger extreme, die aber laut Aussagen hier keine sind, halt schon auffällig.
avatar 06.03.07 21:36
weil mir grad fad ist...

1. bitte wo gabs bzw. gibts die ach so tolle "schwarze toleranz"? ich weiss, früher war alles besser, etc. blabla... aber animositäten, eifersüchteleien und grabenkämpfe gabs immer, gibts immer und wirds immer geben.

2. ist es schon ein bedeutender unterschied, ob wer in irgendwelchen lack- leder- oder phantasieuniformen rumläuft oder 1:1 nazischeisse kopiert. für zweiteres fehlt mir jedes verständnis: diese leute sind entweder derart phantasielos dass es nur noch zum stupiden reproduzieren anachronistischer herrschaftssymbole reicht oder sie sympathisieren ernsthaft mit der dahinter stehenden ideologie.
das argument "provokation" gilt hier nicht. <a href="[www.overdose.at]; target="_blank">so</a> ein outfit auf einem gruftifest hat in etwa den provokativen wert von einem kinderfasching im bierzelt. für typen die sich irgendwo auf dem weg aus der pubertät verirrt haben und damit ihre imaginären generationskonflikte austragen bleibt eigentlich nur noch mitleid.

3. wenn auf einem event strafrechtlich relevante delikte begangen werden (und ein verstoss gegen das verbotsgesetz z.b. durch das tragen einer original-uniform wäre so ein delikt) liegt es sehr wohl in der verantwortung des veranstalters, dies zu verhindern. es läge auch in der verantwortung eventuell anwesender (zivil-)polizisten, bei einem derartigen anlass einzuschreiten. ausserdem sind straftatbestände nach dem verbotsgesetz sogenannte "offizialdelikte". d.h. jeder kann - auch anonym - sowas bei irgendeiner polizei oder einem gericht anzeigen und dadurch ein strafverfahren einleiten...

/ senf

ach ja, erklär mal bitte genauer was du mit "extremtabuisierung und linksförderung" meinst. klingt so nach phrasendreschen...
avatar 06.03.07 21:45


Ja, mein Mitleid oder Bedauern über in diesem Zusammenhang zu
unrecht Verdächtigte hält sich auch in Grenzen...

Wer auf diese Weise provoziert oder in Erscheinung tritt,
muss mit skeptischen Reaktionen rechnen, was sich ja viele
solcher Provokateure zur Bestätigung ihrer self full-filling prophecy
auch sehnlichst erwarten.....
Anonymer Benutzer
06.03.07 21:49
"Bessermensch" war nicht zwangsläufig auf Dich bezogen, da Du ja auch nicht gerade den Anspruch erhebst, quasi durch einen Blick gleich bescheid zu wissen und die Leute "verurteilen zu können". Ich find's gut, dass Du nachfragst und der Beitrag von vorhin ist in dieser Hinsicht sicher allgemein zu sehen, ohne Anspielung auf bestimmte Personen.

Was die Uniformen betrifft, machen das viele sicher auch einfach aus Provokationsgründen bzw. um mal den einen oder anderen zum Nachdenken anzuregen (siehe Beispiel oben) - man sieht genausoviele russiche und/oder DDR-Uniformen oder in sehr vielen Fällen ganz einfach "Fantasy"-Uniformen.

Ob man in diesem Fall von "Anhäufung" sprechen kann, ist fragwürdig. Im Endeffekt sind mir 3 Leute bekannt, die regelmässig (legale!) pseudo-"Reichs"-Uniformen tragen.
Übrigens gibt's auch mindestens 3 männliche Stammgäste, die meistens Frauenklamotten tragen, das macht aus Overdose aber auch keine Travestie-Show ;)
avatar 06.03.07 21:56
Klar, mir fällt auch Marylin Manson sofort ein. Oder diverse andere Gruppen. Aber gerade die müssen ja dann mit Vorurteilen kämpfen - zu recht.
Rammstein fällt mir da auch noch ein.
Anonymer Benutzer
06.03.07 22:59
@Mort:

ad 1. Klar gabs das schon immer, allerdings vermisse ich trotzdem einen gewissen Zusammenhalt, der einfach vor einigen Jahren noch viel mehr da war. Als gutes Beispiel könnte man da zb das WGT nehmen - vor allem die "Flaniermeile" am Agragelände. Ich war '97 zum ersten mal am WGT und bin allein hochgefahren - hat aber gar nix ausgemacht, weil man halt einfach ein paar Leute getroffen hat, mit denen in's Labern kam und Spass hatte -punkt-.
Wenn Du jetzt da langgehst, kannst Du Grüppchen um Grüppchen beobachten, die sich gegenseitig und alles, was vorbeiläuft nach dem Motto "wer bist du, was hast du" mustern und unter sich bleiben (wollen).
Generell ist das Ganze für viele halt mittlerweile mehr Modestil als "Inhalt".

ad 2. Mag sein, aber wie heisst's so schön? "Schönheit liegt im Auge des Betrachters". Ich gestehe schlicht und einfach jedem Menschen eine gewisse Freiheit ein, solange sich das Ganze im legalen Rahmen bewegt, was in diesem Fall auch geprüft & gegeben ist (womit auch Punkt 3 beantwortet wäre).

Was "extremtabuisierung und linksförderung" betrifft:

Naja, ganz einfach - folgendes liegt uns (bzw. Österreichern und Deutschen) ja mittlerweile schon fast in den Genen:
a) Nazis = Böse + absolutes Tabu
b) Linke = gegen Nazis = Gut und harmlos
Ziemlich genau nach dem Schema wird politisch wie auch bildungs- und informationsmässig seit kurz nach Ende des 2. Weltkriegs vorgegangen.

Versteh mich nicht falsch - klar ist eine gewisse Tabuisierung durchaus angebracht, aber in unseren Breiten wird das halt teilweise wirklich ad absurdum* betrieben und der damit erzielte Erfolg ist schon teilweise eher fraglich (bis dahin, dass halt eben genau diese Tabuisierung durchaus einige Individuen erst zur Täterschaft anreizt). Und eben durch diese Tabuisierung setzt auch keine Aufklärung, die im Endeffekt eigentlich das beste Präventionsmittel wäre, ein - weil man ja - Gott bewahre! - bloss nicht drüber sprechen soll.
Also wird das Thema weiter totgeschwiegen und andere nehmen genau das zum Anlass, um damit eine gewisse "Glorifizierung" zu betreiben und mit letzterer dann Leute zu ködern, die's nicht besser wissen und im Endeffekt die "Machtbasis" der ersteren bilden.
Wenn nur halb so viel Aufwand in Aufklärungsarbeit gesteckt würde, damit die Leute verstehen, WARUM denn da eigentlich so ein Terz drum gemacht wird, wäre der daraus resultierende Erfolg wahrscheinlich um einiges grösser, aber dafür müsste man sich ja mit der Materie ziemlich auseinandersetzen und das ist ja tabu.

Was die "linksförderung" angeht:
Eben nach dem Motto "Linke sind ja gegen Nazis und Nazis sind eh böse, also müssen linke ja quasi gut sein", werden Linke durchaus mehr toleriert als (vermeintliche) Rechte und teilweise sogar eben subventioniert und gefördert. Dass es aber eben auch einen durchaus grossen LinksEXTREMEN Block gibt, wird dabei meist mehr oder weniger mit"verniedlicht", auch wenn diese meist ebenso gewaltbereit und hohl in der Birne, wie Fascho-Skinhead XY sind. Genaugenommen ist die Rate an strafbaren Gewaltakten der linksextremen Szene sogar um einiges höher, als die der rechtsextremen. Komischerweise hört man davon eher selten und in dieser Richtung gibt es auch keine groß propagierte Tabuisierung/Aufklärung o.ä.

Wie gesagt - ich finde beides bzw. jedwede Form politischer Extreme beschissen.



* siehe dazu den deutschen §86a, nach dem sogar "Erzlinke" und AntiFa'ler schon mehrfach als potentielle Nazis verurteilt und bestraft wurden.


@Seraphina:
Da geb' ich Dir durchaus recht. "Mitleid" oder "Bedauern" ist da sicher nicht angebracht. Ein wenig nachdenken aber wahrscheinlich schon. Mir stösst's im Endeffekt nur sauer auf, wenn irgendwelche "Moralapostel" mit dem Finger auf etwas zeigen und Behauptungen aufstellen, ohne die betreffenden Personen zu kennen, oder auch nur irgendwelche Informationen über sie zu haben und sich damit im Grunde auf's selbe (den anderen unterstellte) Niveau begeben.

Wer's besser oder anders als die "Faschos" machen will, müsste, anstatt Leute anhand ihres Äusseren zu verurteilen, eigentlich mal ein Gespräch mit diesen Leuten führen, um sich eben ein Bild davon zu machen, was wirklich dahinter ist und sich dann eine Meinung bilden und die ggf. kundtun, aber hey, wer tut sich das schon an? ;)
avatar 07.03.07 01:25
also doch phrasen dreschen...

> Genaugenommen ist die Rate an strafbaren Gewaltakten
> der linksextremen Szene sogar um einiges höher, als die
> der rechtsextremen.

dumpfbacke, was du da von dir gibst ist gequirrlte scheisse.

(...)Im Berichtsjahr 2005 sind insgesamt 209 rechtsextremistische, fremdenfeindliche und antisemitische Tathandlungen (eine Tathandlung kann mehrere Delikte mit gesonderten Anzeigen beinhalten) bekannt geworden.
(...)
Die Anzahl der Tathandlungen in Österreich, die auf Grund von Bekennungen, Modi Operandi oder der Art des Zieles, linksextremen Gruppen zugeordnet werden können, bewegt sich weiterhin auf relativ niederem Niveau. (...) Waren 2004 österreichweit 15 strafbare Handlungen registriert worden, so erhöhte sich die Zahl 2005 auf 57, womit annähernd wieder das Niveau des Jahres 2002 (59 Delikte) erreicht wurde. (...)

soweit der verfassungsschutzbericht 2006 des bmi. im deutschen verfassungsschutzbericht siehts auch nicht anders aus:

Straftaten mit extremistischem Hintergrund aus dem Bereich „Politisch motivierte Kriminalität – rechts“
Straftaten insgesamt
2004: 12.051
2005: 15.361
(...)
Straftaten mit extremistischem Hintergrund aus dem Bereich „Politisch motivierte Kriminalität – links“
Straftaten insgesamt
2004: 1.440
2005: 2.305

und auch bei den reinen gewaltdelikten hat die rechte eindeutig mehr am kerbholz.
in den jahren 1990 - 2003 wurden in deutschland 132 menschen durch rechtsextreme gewalt getötet.

1990

Mahmud Azhar, 40 Jahre
Am 7. Januar 1990 wurde er auf dem Heimweg von der Freien Universität Berlin von einem Mann mit ausländerfeindlichen Parolen beschimpft und bedroht. Als er sich in ein Gebäude der Universität flüchtete, um Hilfe zu rufen, schlug ihm der Angreifer einen Feuerlöscher auf den Kopf. Am 6. März 1990 erlag er seinen Verletzungen.

Andrzej Fratczak
Am 7. Oktober 1990 wurde er bei einem Überfall durch drei Jugendliche vor einem Nachtclub in Lübbenau (Brandenburg) totgeschlagen und -getreten.

Amadeu Antonio Kiowa, 28 Jahre
Am 25. November 1990 wurde er in Eberswalde (Brandenburg) bei einem Angriff von 60 Rechtsextremisten auf Afrikaner vor einem Gasthof mit Knüppeln ins Koma geprügelt. Er starb elf Tage später.

Klaus-Dieter Reichert, 24 Jahre
Am 11. Dezember 1990 wurde er in seiner Wohnung in Berlin-Lichtenberg von drei Skinheads, die beauftragt waren, Schulden einzutreiben, zusammengeschlagen. In Panik sprang er aus dem Fenster, fiel zehn Stockwerke tief und starb.

Nihad Yusufoglu, 17 Jahre
Er wurde am 28. Dezember 1990 in Hachenburg (Rheinland-Pfalz) von einem gleichaltrigen Skinhead mit einem Messerstich ins Herz getötet.

Obdachloser, 31 Jahre
Er wurde am 31. Dezember 1990 in Flensburg (Schleswig-Holstein) von jugendlichen Skinheads zusammengeschlagen und -getreten. Er starb sechs Tage später an seinen Verletzungen.

Alexander Selchow, 21 Jahre, Bundeswehrsoldat
Am 31. Dezember 1990 wurde er in Rosdorf (Niedersachsen) von zwei 18-jährigen Skinheads, die der FAP (Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei) angehören, mit mehreren Messerstichen erstochen.

1991

Jorge Gomondai, 28 Jahre
Am 31. März 1991 wurde er in Dresden (Sachsen) während einer Auseinandersetzung mit Skinheads aus einer fahrenden Straßenbahn gestoßen oder aus Angst dazu gezwungen, aus der Bahn zu springen. Er starb an seinen schweren Kopfverletzungen.

Matthias Knabe, 23 Jahre
Am 8. Mai 1991 wurde der Punk in Gifhorn (Niedersachsen) von 15 Skinheads angegriffen, zur Bundesstraße 4 getrieben und von einem Auto angefahren. Er starb am 4. März 1992 an seinen Hirnverletzungen.

Helmut Leja, 39 Jahre, Obdachloser
Am 4. Juni 1991 wurde er in einem Waldstück bei Käsdorf (Niedersachsen) von einem jugendlichen Skinhead, der ihn als »Abschaum« bezeichnet hatte, erstochen.

Agostinho Comboio, 34 Jahre
Am 16. Juni 1991 wurde er in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) von einem Rechtsextremisten verprügelt und erstochen.

Samuel Kofi Yeboah, 27 Jahre
Am 19. September 1991 verbrannte er in einem Asylbewerberheim in Saarlouis (Saarland), auf das ein Brandanschlag verübt worden war.

Gerd Himmstädt, 30 Jahre
Am 1. Dezember 1991 wurde er von sieben Jugendlichen in Hohenselchow (Brandenburg) mit Baseballschlägern so schwer verprügelt, dass er drei Tage später an seinen Verletzungen starb.

Timo Kählke, 29 Jahre
Er wurde am 12. Dezember 1991 in Meuro (Brandenburg) von Mitgliedern einer Wehrsportgruppe erschossen, als diese sein Auto für einen geplanten Überfall stehlen wollten.

1992

Dreiköpfige Familie aus Sri Lanka
Sie starben am 31. Januar 1992 bei einem Brandanschlag auf ihre Flüchtlingsunterkunft in Lampertheim (Hessen).

Dragomir Christinel, 18 Jahre, Asylbewerber
Er wurde am 15. März 1992 bei einem Überfall von 25 Skinheads auf ein Asylbewerberheim in Saal (Mecklenburg-Vorpommern) aus Rache für eine Auseinandersetzung zwischen Deutschen und Rumänen zu Tode geprügelt.

Gustav Schneeclaus, 52 Jahre, Seemann
Weil er Hitler als »großen Verbrecher« bezeichnet hatte, wurde er am 18. März 1992 in Buxtehude (Niedersachsen) von Skinheads so schwer misshandelt, dass er an den Folgen seiner Verletzungen starb.

Ingo Finnern, 31 Jahre, Obdachloser
Nachdem er sich gegenüber einem Skinhead als Sinto zu erkennen gegeben hatte, wurde er am 19. März 1992 in Flensburg (Schleswig-Holstein) von diesem ins Hafenbecken gestoßen und ertrank.

Erich Bosse
Er kam am 4. April 1992 bei einem Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim in Hörstel (Nordrhein-Westfalen) ums Leben.

Nguyen Van Tu, 24 Jahre
Am 24. April 1992 wollte er zwei vietnamesischen Freunden helfen, die in Berlin-Marzahn von einer Gruppe rechter Jugendlicher verprügelt wurden. Er wollte mit den Jugendlichen diskutieren und wurde dabei von einem von ihnen mit einem Messer erstochen.

Thorsten Lamprecht, 23 Jahre
Am 9. Mai 1992 wurde er in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) bei einem Überfall von 60 Skinheads auf eine Punk-Fete mit Baseballschlägern getötet.

Emil Wendtland, 50 Jahre, Obdachloser
Er wurde am 1. Juli 1992 von drei Skinheads, die sich zum »Penner klatschen« verabredet hatten, im Rosengarten von Neuruppin (Brandenburg) zusammengeschlagen und anschließend erstochen.

Sadri Berisha, 56 Jahre
Am 8. Juli 1992 wurde der Kosovo-Albaner von sieben Skinheads, die »Polacken klatschen« wollten, bei einem Angriff auf seine Unterkunft in Ostfildern-Kemnat (Baden-Württemberg) mit einem Baseballschläger ermordet.

Dieter Klaus Klein, 49 Jahre, Obdachloser
Weil er sich über den Lärm und die »Sieg Heil«-Rufe beschwert hatte, wurde er am 1. August 1992 im Stadtpark von Bad Breisig (Rheinland-Pfalz) von zwei Skinheads zusammengetreten und danach mit einem Kampfmesser erstochen.

Ireneusz Szyderski, 24 Jahre, Erntehelfer
Nach dem Besuch eines Diskozeltes am 3. August 1992 in Stotternheim (Thüringen) wurde er beim Versuch, das Gelände über den Zaun zu verlassen, von drei Ordnern, die der Skinheadszene angehörten, so schwer verprügelt, dass er an den Verletzungen an Kopf und Rücken starb.

Frank Bönisch, 35 Jahre, Obdachloser
Er starb am 24. August 1992, als ein 23-jähriger Skinhead auf dem Zentralplatz in Koblenz (Rheinland-Pfalz) die gesamte Munition seiner Smith&Wesson auf eine Gruppe Obdachloser, Punks und Drogenabhängiger abfeuerte.

Günter Schwannecke, 58 Jahre, Obdachloser Am 29. August 1992 wurden er und ein weiterer Obdachloser auf einer Parkbank in Berlin-Charlottenburg von einem Mitglied des Ku-Klux-Klan mit einem Baseballschläger zusammengeschlagen. Er erlag am 5. September 1992 seinen Verletzungen.

Waltraud Scheffler, Aushilfskellnerin
Sie versuchte, bei einem Überfall von Neonazis auf ein Lokal in Geierswalde (Sachsen) am 11. Oktober 1992 auf die mit »Sieg Heil«-Rufen Eindringenden einzureden und wurde dabei mit einer Holzlatte auf den Kopf geschlagen. An ihren schweren Verletzungen starb sie 13 Tage später.

Rolf Schulze, 52 Jahre, Obdachloser
Am 7. November 1992 wurde er bei Lehnin (Brandenburg) von zwei Skinheads getreten, geschlagen, mit einer Propangasflasche verprügelt und mehrmals im Kölpinsee untergetaucht. Seine Leiche wurde mit Benzin übergossen und angezündet.

Karl-Hans Rohn, 53 Jahre, Metzger
Am 13. November 1992 wurde er in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) in einem Lokal von zwei Rechtsextremisten geschlagen, angezündet und erstickt, nachdem er sich als Jude ausgegeben hatte.

Silvio Meier, 27 Jahre, Drucker
Er gehörte zu einer Gruppe von vier Linken, die am 21. November 1992 in Berlin in eine Auseinandersetzung mit fünf Neonazis gerieten, als sie einen von ihnen aufforderten, den Aufnäher »Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein« abzunehmen. Zwei der Begleiter Silvio Meiers wurden schwer verletzt, er selbst mit Stichen in die Lunge getötet.

Bahide Arslan, 51 Jahre
Ayse Yilmaz, 14 Jahre
Yeliz Arslan, 10 Jahre
Am 22. November 1992 verbrannten sie in Mölln (Schleswig-Holstein) bei einem durch Neonazis verübten Brandanschlag auf ein Haus, das von aus der Türkei stammenden Familien bewohnt wurde.

Hans-Jochen Lommatsch, 51 Jahre, Baumaschinist
Er wollte am 18. Dezember 1992 in Oranienburg (Brandenburg) nach seinem Auto sehen, als er von zwei Skinheads angegriffen und von einem der beiden mit Tritten und Faustschlägen getötet wurde.

Sahin Calisir, 20 Jahre
Er wurde am 27. Dezember 1992 auf der Autobahn 57 bei Meersbusch (Nordrhein-Westfalen) von einem Rechtsradikalen mit dem Auto verfolgt und gerammt. Aus Angst verließ Sahin Calisir seinen Wagen, wurde von einem vorbeifahrenden Auto überfahren und starb.

1993

Karl Sidon, 45 Jahre, Parkwächter
Am 18. Januar 1993 geriet er in Arnstadt (Thüringen) mit rechten Jugendlichen, mit denen er schon mehrfach Auseinandersetzungen gehabt hatte, in Streit und wurde bewusstlos geschlagen. Danach zogen ihn die Jugendlichen auf die Straße, wo er von vorbeifahrenden Autos überfahren wurde. Er starb im Krankenhaus.

Mario Jödecke, 23 Jahre
Am 24. Januar 1993 kam es in Schlotheim (Thüringen) vor einer Pizzeria während eines »Heavy-Metal-Abends« zu einer Schlägerei zwischen einer Gruppe linker Punks und einer Gruppe rechter Heavy Metals. Im Verlauf der Schlägerei vor dem Haus wurde Mario Jödecke, der mit einem Baseballschläger bewaffnet war, von einem 17-jährigen Skin durch einen Messerstich ins Herz getötet.

Mike Zerna, 22 Jahre
Er wurde am 19. Februar 1993 in Hoyerswerda (Sachsen) bei einem Überfall von rechten Skinheads auf linke Jugendliche zusammengeschlagen. Danach kippten die Skinheads einen Wagen auf den am Boden liegenden Mike Zerna. Er starb sechs Tage später an seinen Verletzungen.

Mustafa Demiral, 56 Jahre
Am 9. März 1993 wurde der Herzkranke in Mülheim/Ruhr (Nordrhein-Westfalen) von zwei Deutschen angepöbelt. Als er sich zur Wehr setzte, zielten sie mit einer Gaspistole auf seinen Kopf. Mustafa Demiral brach zusammen und starb kurz darauf an einem Herzanfall.

Matthias Lüders, 23 Jahre, Wehrpflichtiger Bei einem Überfall von 40 rechten Skinheads auf eine Diskothek in Obhausen (Sachsen-Anhalt) am 24. April 1993 erhielt er zwei Schläge auf den Kopf und erlag zwei Tage später seinen Verletzungen.

Belaid Baylal 42 Jahre, Asylbewerber
Am 4. November 2000 starb er an den Spätfolgen eines Angriffs zweier Skinheads am 8. Mai 1993 in einer Gaststätte in Belzig (Brandenburg). Er wurde beschimpft, geprügelt und musste mit lebensgefährlichen Verletzungen am Dünndarm ins Krankenhaus eingeliefert werden. Er starb am dritten Darmverschluss.

Gürsün Inçe, 27 Jahre
Hatice Genç, 18 Jahre
Hülya Genç, 9 Jahre
Saime Genç, 4 Jahre
Gülüstan Öztürk, 12 Jahre
Sie starben am 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag auf das von der Familie Genç bewohnte Haus in Solingen Nordrhein-Westfalen).

Horst Hennersdorf, 37 Jahre, Obdachloser
Am 5. Juni 1993 wurde er in Fürstenwalde (Brandenburg) von zwei jungen Rechtsextremisten zu Tode gequält. Mehrere Zeugen beobachteten die Tat ohne einzuschreiten.

Obdachloser, 33 Jahre
Der Schlafende wurde am 16. Juli 1993 in Marl (Nordrhein-Westfalen) als »Judensau« beschimpft und von einem rechten Skinhead mit Schlägen und Tritten bewusstlos geschlagen. Er starb drei Monate später, ohne das Bewusstsein wieder zu erlangen.

Hans-Georg Jakobson, 35 Jahre
Am 28. Juli 1993 wurde der Schlafende von drei rechten Skinheads in einer S-Bahn nahe Strausberg (Brandenburg) geschlagen und getreten. Anschließend warfen sie ihn aus der fahrenden S-Bahn. Er starb an seinen Verletzungen.

Michael Gäbler, 18 Jahre
Am 19. November 1993 kam es in einem Zittauer Jugendklub (Sachsen) während einer Party zu einem Streit mit einem Gast, der auf Grund nationalistischer Sprüche Hausverbot erteilt bekam. Gäbler und ein Begleiter führten danach eine verbale Auseinandersetzung mit ihm, 150 Meter vom Klubhaus entfernt. Als sich der Begleiter zum Gehen abwandte, stach der bekennende Nazi mehrmals auf Gäbler ein, der an den schweren Verletzungen starb.

Kolong Jamba, 19 Jahre, Asylbewerber
Er wurde am 7. Dezember 1993 im Eilzug von Hamburg nach Buchholz (Niedersachsen) von einem 54-jährigen Deutschen durch einen Messerstich in den Bauch tödlich verletzt, weil sich dieser durch den Asylbewerber gestört fühlte.

1994

Klaus R., 43 Jahre
Er geriet am 28. Mai 1994 mit einer Gruppe von sechs Skinheads, die eine Wohnung in einem Leipziger Mietshaus (Sachsen) besetzt hatten, in Streit und wurde von diesen zu Tode geprügelt.

Beate Fischer, 32 Jahre, Prostituierte
Am 23. Juli 1994 wurde sie von drei Skinheads getötet und vor die Mülltonnen eines Hauses in Berlin-Reinickendorf gelegt. Sie war den Tätern zunächst freiwillig gefolgt, wollte nach einer Misshandlung jedoch gehen. Daraufhin wurde sie mehrfach vergewaltigt und anschließend erwürgt.

Jan W., 45 Jahre, Bauarbeiter
Am 26. Juli 1994 wurde der Pole von einer Gruppe junger Deutscher in die Berliner Spree getrieben, gewaltsam daran gehindert, ans Ufer zurückzuschwimmen, und ertrank.

Gunter Marx, 42 Jahre
Am 6. August 1994 wurde er in Velten (Brandenburg) von einer Gruppe von Rechten, die ihn ausrauben wollten, vom Fahrrad getreten. Als er ihnen sagte, dass er kein Geld bei sich habe, wurde er von einem der Rechten mit einem schweren Schraubenschlüssel erschlagen.

Piotr Kania, 18 Jahre
Am 6. November 1994 geriet er auf dem Bahnhof von Rotenburg/Fulda (Hessen) in eine Auseinandersetzung mit fünf Bundeswehrrekruten. Nach Zeugenaussagen war einer der Soldaten eindeutig als Rechter erkennbar, weswegen ihn Kania als »Nazischwein« bezeichnete. Er verfolgte ihn bis zum Bahnhofsvorplatz, wo dieser sich plötzlich umdrehte und Kania einen Stoßdolch gezielt ins Herz rammte.

1995

Horst Pulter, 65 Jahre, Obdachloser
Am 5. Februar 1995 wurde der auf einer Parkbank im Stadtpark von Velbert (Nordrhein-Westfalen) Schlafende von sieben rechtsextremistischen Jugendlichen durch Tritte verletzt. Einer der Jugendlichen versetzte ihm zum Schluss einen tödlichen Messerstich.

Peter T., 24 Jahre, Bundeswehrsoldat
Am 25. Mai 1995 wurde er bei einem Ausflug an einen Stausee bei Hohenstein/Ernstthal (Sachsen) von etwa 20 Skinheads, die zuvor Pakistanis angegriffen hatten, zusammengeschlagen. Er starb neun Tage später.

Dagmar Kohlmann, 25 Jahre
Im Juli 1995 wurde sie von dem Neonazi Thomas Lemke und seiner Freundin getötet. Der zu diesem Zeitpunkt schon mit Haftbefehl gesuchte Neonazi wollte seine Freundin in den Mord verwickeln, um sich vor belastenden Aussagen zu schützen.

Klaus-Peter Beer, 48 Jahre
In der Nacht zum 7. September 1995 wurde der Homosexuelle von zwei Skinheads in Amberg (Bayern) in die Vils geworfen und ertrank.

1996

Maiamba Bunga
Nsuzana Bunga
Françoise Makodila
Christine Makodila
Miya Makodila
Christelle Makodila
Legrand Makodila
Jean-Daniel Makodila
Rabia El Omari
Sylvio Amoussou
Sie verbrannten in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck (Schleswig-Holstein).

Sven Beuter, 23 Jahre
Am 15. Februar 1996 wurde er in Brandenburg/Havel (Brandenburg) von einem Skinhead so schwer verprügelt, dass er fünf Tage später starb. Der Täter wollte an ihm seinen Hass auf »Zecken«, wie Linke und Punks von der rechten Szene genannt werden, ablassen.

Patricia Wright, 23 Jahre
Im Februar 1996 wurde sie in Bergisch Gladbach (Nordrhein-Westfalen) von dem Neonazi Thomas Lemke erstochen, weil sie einen »Nazis Raus«- Aufnäher auf der Jacke hatte.

Martin Kemming, 26 Jahre
Am 15. März 1996 wurde der Aussteiger aus der rechten Szene in Dorsten Rade (Nordrhein-Westfalen) von dem Neonazi Thomas Lemke erschossen. Er hielt Kemming für einen Verräter, da er ihn angezeigt und belastet hatte.

Bernd G., 43 Jahre, Geschäftsmann
Am 8. Mai 1996 wurde er in Leipzig-Wahren (Sachsen) nach einer Sauftour mit drei Rechtsextremisten von ihnen zusammengeschlagen und erstochen. Die Leiche versenkten die drei Täter im Ammelshainer See, wo sie eine Woche später gefunden wurde.

Boris Morawek, 26 Jahre
Am 11. Juli 1996 wurde er auf einem Platz in Wolgast (Mecklenburg-Vorpommern) von zwei Skinheads mit Tritten und Schlägen traktiert, weil er als »Kinderschänder keine Rechte mehr habe«. Von Zeugen gerufene Polizisten verhinderten nicht, dass weiterhin auf ihn eingetreten wurde. Zwei Tage später starb er an seinen schweren Kopfverletzungen.

Werner Weickum, 44 Jahre, Elektriker
Er wurde am 19. Juli 1996 am Bahnhof von Eppingen (Baden-Württemberg) von einer rechtsgerichteten Jugendbande überfallen, ausgeraubt und zu Tode geprügelt.

Andreas Götz, 34 Jahre
Er starb an den Folgen eines Überfalls durch sechs rechte Jugendliche am 1. August 1996 in Eisenhüttenstadt (Brandenburg). Sie erbeuteten 90 DM und Erpressten die Geheimnummer seiner EC-Karte, indem sie auf ihn einschlugen und ihm auf den Kopf sprangen.

Achmed Bachir, 30 Jahre, Asylbewerber
Er wurde am 23. November 1996 in Leipzig (Sachsen) vor einem Gemüseladen mit einem Messerstich ins Herz getötet, als er zwei deutschen Kolleginnen zu Hilfe kommen wollte, die von zwei Skinheads attackiert und als »Türkenschlampen« bezeichnet worden waren.

1997

Phan Van Toau, 42 Jahre
Er wurde am 31. Januar 1997 am Bahnhof von Fredersdorf (Brandenburg) von einem Deutschen hochgehoben und mit dem Kopf auf den Betonboden geworfen. Er starb drei Monate später in einer Rehabilitationsklinik.

Frank Böttcher, 17 Jahre
Er wurde am 8. Februar 1997 in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) von einem Gleichaltrigen mit Springerstiefeln getreten. Am Boden liegend stach dieser ihm mit einem Butterfly-Messer mehrmals in den Rücken. Frank Böttcher starb kurz darauf im Krankenhaus.

Antonio Melis, 37 Jahre
Er wurde am 13. Februar 1997 in Caputh (Brandenburg) von einem 18-Jährigen und einem 25-Jährigen mit Schlägen und Tritten schwer misshandelt und anschließend von dem 18-Jährigen in der Havel ertränkt.

Stefan Grage, Polizist
Am 23. Februar 1997 wurde er auf dem Autobahn-Parkplatz Roseburg (Schleswig-Holstein) vom flüchtigen Rechtsextremisten Kai Diesner erschossen.

Horst Gens, 50 Jahre, Arbeitsloser
Am 22. April 1997 wurde er in Sassnitz (Mecklenburg-Vorpommern) von vier jungen Männern entführt, geschlagen und in einen Straßengraben geworfen. Die Täter kamen später nochmals zurück und erschlugen ihn mit einem 30 Kilogramm schweren Stein.

Augustin Blotzki, 59 Jahre, Arbeitsloser
Am 8. Mai 1997 wurde er in Königs-Wusterhausen (Brandenburg) von einer Gruppe junger Rechtsextremisten zweimal innerhalb weniger Stunden in seiner Wohnung überfallen und zu Tode geprügelt.

Matthias S., 39 Jahre
Am 23. September 1997 wurde er in Cottbus (Brandenburg) von einem 19-jährigen Skinhead erstochen, nachdem er diesen als »Nazisau« beschimpft hatte.

Erich Fisk, Obdachloser
Am 23. September 1997 wurde er in Angermünde (Brandenburg) mit schweren Kopfverletzungen aufgefunden, die ihm junge Männer zugefügt hatten. Am 30. August 1998 starb Erich Fisk im Krankenhaus, ohne aus dem Koma aufgewacht zu sein.

Georg V., 46 Jahre
Er wurde am 27. September 1997 vom selben Skinhead, der vier Tage zuvor Matthias S. erstochen hatte, in Cottbus (Brandenburg) wegen geringfügiger Geldschulden getötet.

Josef Anton Gera, 59 Jahre, Rentner
Am 14. Oktober 1997 wurden ihm von zwei 26- und 34-jährigen Skinheads mit einem Stahlrohr schwere innere Verletzungen zugefügt, denen er am 17. Oktober 1997 erlag.

1998

Jana Georgi, 14 Jahre
Sie wurde am 26. März 1998 in Saalfeld (Thüringen) auf offener Straße von einem 15-Jährigen erstochen.

Nuno Lourenco, Zimmermann
Im Juli 1998 wurde er von acht Männern zwischen 18 und 20 Jahren in Leipzig (Sachsen) zusammengeschlagen. Er starb am 29. Dezember 1998 in Portugal an den Folgen der Verletzungen.

1999

Farid Guendoul (alias Omar Ben Noui), 28 Jahre, Asylbewerber
In der Nacht zum 13. Februar 1999 wurde er in Guben (Brandenburg) von einer Gruppe junger Rechtsextremisten gejagt und trat in Panik eine Glastür ein, wobei er sich tödliche Verletzungen zuzog.

Egon Efferts, 58 Jahre, Frührentner
Am 17. März 1999 wurde er in Duisburg (Nordrhein-Westfalen) von drei bekennenden rechten Skinheads »aus purer Lust auf Menschenjagd« totgetreten.

Obdachloser, 44 Jahre
Am 9. August 1999 wurde er in Eschede (Niedersachsen) von einem 17-jährigen und einem 18-jährigen Mann totgetreten, nachdem er sie mehrmals aufgefordert hatte, »den Scheiß mit dem Skinhead-Gehabe zu lassen«.

Carlos Fernando, 35 Jahre
Der Mosambikaner wurde am 15. August 1999 in Kolbemoor (Bayern) von einem 31-jährigen Mann totgeprügelt, der sich zuvor darüber aufgeregt hatte, dass das Auto seiner Freundin von Afrikanern zugeparkt worden war.

Patrick Thürmer, 17 Jahre, Lehrling
In der Nacht zum 2. Oktober 1999 griffen rechte Skinheads ein Punkfestival in Hohenstein-Ernstthal (Sachsen) an. Thürmer und einem Freund gelang es zunächst, zu einem Bauernhof zu flüchten. Dort wurde er von drei Hooligans, die ihn verfolgt hatten, mit Fußtritten, einer Axt und einem Billardqueue bewusstlos geprügelt. Am Morgen darauf fanden ihn Anwohner. Er starb wenige Stunden später im Krankenhaus.

Kurt Schneider, 38 Jahre, Sozialhilfeempfänger
In der Nacht zum 6. Oktober 1999 wurde er von vier Skinheads in Berlin-Lichtenberg zu Tode gequält.

Daniela Peyerl, 18 Jahre
Karl-Heinz Lietz, 54 Jahre
Horst Zillenbiller, 60 Jahre
Ruth Zillenbiller, 59 Jahre
Sie wurden am 1. November 1999 vom 16-jährigen Bruder von Daniela Peyerl in Bad Reichenhall (Bayern) erschossen. Der Täter tötete sich anschließend selbst.

2000

Bernd Schmidt, 52 Jahre, obdachloser Glasdesigner
Er wurde in seiner Baracke in Weißwasser (Sachsen) von zwei 15-jährigen und einem 16-jährigen Jugendlichen über einen Zeitraum von drei Tagen zu Tode geprügelt. Sie wollten 900 DM für ein Moped erpressen, doch Bernd Schmidt konnte diese nicht zahlen. Er starb am 31. Januar 2000 an Hirnblutungen und einer Lungenentzündung, die er sich durch das Einatmen von Blut zugezogen hatte.

Helmut Sackers, 60 Jahre
Am 29. April 2000 wurde er von einem Neonazi im Treppenhaus eines Plattenbaus in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) erstochen, weil er sich über das laute Abspielen von Nazimusik, unter anderem des Horst-Wessel-Liedes, beschwert und die Polizei verständigt hatte.

Dieter Eich, Sozialhilfeempfänger
Am 25. Mai 2000 wurde er von vier rechten Jugendlichen, die »einen Asi klatschen« wollten, in seiner Wohnung in Berlin-Pankow zusammengeschlagen und erstochen.

Falko Lüdtke, 22 Jahre
Er wurde am 31. Mai 2000 in Eberswalde (Brandenburg) von einem Angehörigen der rechten Szene vor ein Taxi gestoßen und überfahren.

Alberto Adriano, 39 Jahre
Er wurde am 14. Juni 2000 in der Nähe des Stadtparks in Dessau (Sachsen-Anhalt) von drei rechten Jugendlichen bewusstlos geschlagen und getreten, in den Park geschleift und weiter geschlagen, bis die Polizei kam. Drei Tage später starb er an seinen Verletzungen.

Klaus-Dieter Gerecke, Obdachloser
Er wurde in der Nacht zum 24. Juni 2000 in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) erschlagen.

Jürgen S., 52 Jahre, Obdachloser
Am 9. Juli 2000 wurde er von fünf Rechtsextremisten in einem Abrisshaus in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) mit Schlägen und Tritten so schwer misshandelt, dass er wenig später seinen Verletzungen erlag.

Norbert Plath, 51 Jahre, Obdachloser
Am 27. Juli 2000 wurde er in Ahlbeck (Mecklenburg-Vorpommern) von vier jungen Rechtsextremisten zu Tode geprügelt.

Malte Lerch, 45 Jahre, Obdachloser
In der Nacht zum 12. September 2000 wurde er in Schleswig (Schleswig-Holstein) von zwei Skinheads erschlagen, nachdem er mit ihnen auf einer Wiese gezecht hatte. Die beiden Skinheads fühlten sich beleidigt, da Malte Lerch schlecht über die Skinhead-Szene gesprochen hatte.

Eckhardt Rütz, 42 Jahre, Obdachloser
Am 25. November 2000 wurde er in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) vor der Mensa der Universität von drei rechten Skinheads mit Baumstützpfählen zusammengeschlagen und getreten, weil »so einer wie Rütz dem deutschen Steuerzahler auf der Tasche liegt«.

2001

Willi Worg, 38 Jahre
Am 25. März 2001 wurde er in Milzau (Sachsen-Anhalt) von fünf Männern, von denen mindestens drei zur rechten Szene gehörten, vor einer Diskothek zusammengeschlagen und getreten. Drei Tage später erlag er seinen Verletzungen.

Fred Blanke, 51 Jahre, Frührentner
Am 26. März 2001 wurde er in seiner Wohnung in Grimmen (Mecklenburg-Vorpommern) von zwei jungen Männern der rechten Szene getreten und mit Stuhlbeinen und Faustschlägen geschlagen. Die beiden waren auf Sauftour und benötigten Geld, doch Fred Blanke hatte sich geweigert, den ihm flüchtig bekannten Angreifern Geld zu geben. Er starb an Gehirnblutungen.

Mohammed Belhadj, 31 Jahre, Asylbewerber
Am 22. April 2001 wurde er nahe Jarmen (Mecklenburg-Vorpommern) von vier Männern erschlagen. Den Tätern zufolge hatten sie ihn auf Drogen angesprochen und in ihr Auto gezerrt. Laut »Ostsee-Zeitung« kam es zu einem Streit, weil Belhadj kein Haschisch bei sich hatte. Im Auto und an einem Kiessee wurde er geschlagen, getreten, und es wurde ihm ein schwerer Stein auf den Kopf geworfen.

Klaus-Dieter Harms
Am 9. August 2001 wurde er von zwei Männern in seiner Wohnung in Wittenberge (Brandenburg) zu Tode geprügelt.

Dieter Manzke, 61 Jahre, Obdachloser
Am 9. August 2001 wurde er von fünf jungen Männern in einem leer stehenden Gartenbungalow in Dahlewitz (Brandenburg) erschlagen, da sich die Täter »gestört fühlten« und angesichts seiner Lebensweise »Ordnung schaffen wollten«.

Arthur Lampel, 18 Jahre
Dem aus Russland stammenden Aussiedler wurde am 9. September 2001 bei einem Fest in Bräunlingen (Baden-Württemberg) von einem Skinhead ein Weizenbierglas auf den Kopf geschlagen. Ein Splitter drang in die Halschlagader ein, woran Arthur Lampel verblutete.

Ingo B., 36 Jahre
Am 5. November 2001 wurde der Herzkranke in einer Berliner Wohnung von drei angetrunkenen Rechtsextremisten getreten, geschlagen und gewürgt, da sie angeblich 40 DM Schulden eintreiben wollten. Er starb daraufhin an einem Herzinfarkt.

Kajrat Batesov, 24 Jahre
Am 4. Mai 2001 wurde der Aussiedler zusammen mit einem Freund in Wittstock (Brandenburg) von mehreren jungen Männern mit Schlägen und Tritten verprügelt. Kajrat Batesov wurde anschließend ein 18 Kilogramm schwerer Feldstein auf die Brust geworfen. Am 25. Mai 2002 erlag er seinen schweren Verletzungen.

2002

Klaus Dieter Lehmann, 19 Jahre
Am 15. Mai 2002 lud der geistig und körperlich Behinderte zwei betrunkene Naziskins in sein Zimmer in Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) ein. Dort rissen sie Poster afroamerikanischer HipHop-Sänger von den Wänden. Danach gingen sie gemeinsam zu einem See, und da er »genervt« habe, schlugen ihn die beiden Täter zu Boden. Einer der Naziskins zertrümmerte ihm mit Tritten den Kopf. Er starb an Hirnquetschungen.

Ronald Masch, 29 Jahre, Dachdecker
Am 1. Juni 2002 wollten vier Rechtsextremisten den betrunkenen Ronald Masch in der Nähe von Neu Mahlisch (Brandenburg) ausrauben. Sie schlugen ihn zusammen, und einer der Täter stach etwa 40-mal in Niere, Brustkorb und Hals. Der Fahrer eines Mähdreschers fand die Leiche elf Tage später.

Marinus Schöberl, 17 Jahre
Am 12. Juli 2002 schlugen drei Rechtsextremisten in einer Wohnung in Potzlow (Brandenburg) auf ihn ein und quälten ihn. Sie hielten ihn für »minderwertig«. Er hatte Sprachschwierigkeiten und entsprach mit seinem HipHop-Outfit nicht ihrem Geschmack. Danach wurde er zu einem Schweinestall gebracht und misshandelt. Nach vier Stunden war er tot. Seine Leiche wurde im November 2002 in einer Jauchegrube gefunden.

Ahmet Sarlak, 19 Jahre, Lehrling
Am 9. August 2002 wurde er auf einem Volksfest in Sulzbach (Saarland) von einem Rechtsextremisten mit fünf Messerstichen in Bauch und Brust verletzt. Sarlak starb einen Tag später an seinen schweren Verletzungen. Er hatte dem Täter versehentlich eine Zigarettenkippe auf die Glatze geschnippt.

2003

Hartmut Balzke, 48 Jahre
Am 27. Januar 2003 hatte er seinen Sohn zu einer Punk-Party in Erfurt (Thüringen) begleitet. Als er mit einer Gruppe Punks auf der Straße stand, wurden sie überraschend von einer Gruppe Rechtsextremer angegriffen. Zeugen fanden einen Punk und Hartmut Balzke mit schweren Kopfverletzungen auf der Straße liegend. Er erlag am 29. Januar 2003 seinen Verletzungen.

Enrico Schreiber, 25 Jahre
In der Nacht zum 29. März 2003 wurde er in Frankfurt/Oder (Brandenburg) in der Wohnung einer Plattenbausiedlung von drei Männern ermordet. Auf Grund ihres menschenverachtenden Weltbildes und rechter Gesinnung misshandelten die Täter den Punk so schwer, dass er seinen Verletzungen im Krankenhaus erlag.

Hartmut Nickel, 61 Jahre
Mechthild Nickel, 53 Jahre
Alja Nickel, 26 Jahre
Am 7. Oktober 2003 fährt der 45-jährige Neonazi Thomas Adolf zusammen mit seiner 19-jährigen Freundin Jennifer D. zum Haus von Rechtsanwalt Hartmut Nickel (61) im nordrhein-westfälischen Overath. Dort erschießt er zuerst Ehefrau Mechthild (53), dann fesselt D. den Rechtsanwalt und seine Tochter 26-jährige Tochter Alja. Adolf tötet Vater und Tochter durch einen Kopfschuss aus nächster Nähe. Im Gerichtsverfahren beschreibt A. sich selbst als "engagiertes Mitglied der Nazi-Szene". Er schreibt rechtsextreme Hasstiraden gegen "das deutsche Rechtswesen" und meint: "Alle Juristen müssen vernichtet werden." A. verunglimpft seine Opfer und nennt die Morde eine "von mir selbst durchgeführte Maßnahme zur Gesundung des deutschen Volkes". Er spricht von "der Exekution dieser 3 wertlosen zerstörerischen Elemente", die sich an den "heiligsten Grundlagen des deutschen Rechtswesen aus Habgier und Vorteilsnahme vergriffen" hätten. Ihre Tötung sei "mehr als notwendig" gewesen. Das Landgericht Köln verurteilt Thomas Adolf zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung. Jennifer D. erhält sieben Jahre Jugendstrafe wegen Beihilfe.

Viktor F., 15 Jahre
Aleksander S., 17 Jahre
Waldemar I., 16 Jahre
In der Nacht zum 20. Dezember 2003 wurde der Aussiedler in Heidenheim (Baden-Württemberg) von einem 17-jährigen, der Skinheadszene zuzurechnenden Jugendlichen erstochen. Der Täter wollte in eine Diskothek, hatte dort jedoch wegen einer vorhergehenden Prügelei bereits Hausverbot. Vor dem Lokal kam es zu einer Auseinandersetzung mit den Opfern, bei der die drei starben.

(quelle: rebecca forner, wanderausstellung "opfer rechter gewalt seit 1990")


zur förderung und subventionierung fällt mir spontan das "haus der heimat" ein: dieser stramm rechte verein (kreaturen wie stadler, strache und co gehen dort ein und aus) hat in einem einzigen jahr weit über sieben millionen euro förderungen kassiert: 3,99 millionen bundesförderung und nochmal 3,27 millionen von den ländern.

eine antwort auf deinen "tabu"-schwachsinn ist mir jetzt zu blöd.
Anonymer Benutzer
07.03.07 03:11
Erst mal: Deine Beleidigungen kannst Du Dir, freundlich ausgedrückt, hinstecken, wo die Sonne nicht scheint. Du zeigst ja Diskussionskultur vom feinsten, hm?

Ich habe von GEWALTTATE geredet und da sieht's nun mal so aus:

(Quelle: Verfassungsschutzbericht Bayern 1. Halbjahr '06)

2.9 Rechtsextremistische Gewalttaten
Im ersten Halbjahr 2006 wurden insgesamt 18 Gewaltdelikte mit rechtsextremistischer Motivation verübt. Somit ist eine deutliche Verringerung der Gewalttaten im Vergleich zum ersten Halbjahr 2005 mit 46 Gewaltdelikten festzustellen, wobei jedoch mit Nachmeldungen zu rechnen ist, so dass sich diese Zahl bis zum Jahresende noch ändern wird. Zehn der Gewalttaten sind Skinheads zuzurechnen; von den insgesamt bisher ermittelten 24 Tatverdächtigen gehören 15 der Skinhead-Szene an.
Drei der Beschuldigten gehörten zur Tatzeit der Altersklasse von 14 bis 16 Jahren
an, zwölf der Beschuldigten der Altersklasse von 17 bis 21 Jahren und neun Beschuldigte waren über 21 Jahre alt. Von den ermittelten 24 Tatverdächtigen ist einer weiblich; 15 Beschuldigte wurden erstmals straffällig. Bei zwei Gewaltdelikten konnten noch keine Täter ermittelt werden.

3.6.1 Linksextremistisch motivierte Gewalttaten
Gegenüber dem ersten Halbjahr 2005 mit 91 Gewaltdelikten weisen die linksextremistisch motivierten Gewalttaten im Vergleichszeitraum 2006 mit 39 Gewaltdelikten eine deutlich rückläufige Entwicklung auf. Ein Unterschied ist dabei insbesondere im Bereich „Antifaschismus“ festzustellen, auf den bislang 27 Gewalttaten entfielen (Vergleichszeitraum 2005: 68). Der Rückgang der linksextremistisch motivierten Gewalttaten resultiert indes nicht aus einer gesunkenen Gewaltbereitschaft der Autonomen, sondern vielmehr aus der geringeren Anzahl rechtsextremistischer Veranstaltungen, die in der Regel den Anlass für linksextremistische Gewalttaten gegen tatsächliche oder vermeintliche Rechtsextremisten sowie gegen die bei solchen Ereignissen eingesetzten Polizeibeamten darstellen. Von den 39 Gewalttaten richteten sich immerhin 21 gezielt gegen Polizisten. Trotz der wieder rückläufigen Entwicklung ist zu berücksichtigen, dass die Zahl von 39 Gewalttaten im Vergleich zu 27 Gewaltdelikten im ganzen Jahr 2004 (2005: 107) nach wie vor relativ hoch ist. Der Vergleich mit den 18 rechtsextremistisch motivierten Gewalttaten im ersten Halbjahr 2006 in Bayern zeigt, dass weiterhin die linksextremistisch motivierten Gewaltdelikte den größten Teil der politisch motivierten Gewalttaten darstellen. Da mit Nachmeldungen zu rechnen ist, werden sich diese Zahlen bis zum Jahresende noch ändern.

Fazit:
18 Gewalttaten von "Rechten"
39 Gewalttaten von "Linken" - im 1. Halbjahr '05 sogar '91(!)

Also, um's noch mal in Deinen Kopf zu klopfen, der Du eh nicht verstehen willst, aber naja:
Ich finde beides Scheisse, wie grundsätzlich eben jede Form von Extremismus und Gewalt.
Allerdings sollte man auch mal bedenken, dass eben dieses ewige paranoide "braun-gehetze" ebenso Gewalt erzeugt (und das offensichtlich in nicht zu geringem Ausmaß), wie jede andere Form von Hetze (zB gegen Ausländer).

Wahrscheinlich ist die Liste von Leuten, die als vermeintliche Nazis verkloppt wurden und dabei nicht mal welche sind, länger, als Deine tollen "Beispiele", aber wär mir ehrlich gesagt zu blöd, da jetzt X Sachen rauszukramen.

Nur so als kleines Beispiel:
Vor'm Feierwerk in München wurde vor gar nicht allzulanger Zeit ein Grufti in Mittelalterklamotten (!) (der nebenher mit Politik im generellen mal so was von 0 am Hut hat) von 3 Münchner AntiFa-Punks als "Scheiss Nazi" angemacht und auf's ärgste verprügelt, bis sie ihn schliesslich mit dem Oberkiefer auf eine Gehsteigkante legten und noch mal ordentlich mit den Stiefeln auf seinen Hinterkopf traten.
Wahrscheinlich hatte er noch Glück, dass er "nur" etliche Prellungen und einen doppelten Kieferbruch hatte und 4 Zähne verloren hat.

Ist das Deine Auffassung politischer Korrektheit, mort?
avatar 07.03.07 03:48
du hast eine allgemeine behauptung aufgestellt, die weder für österreich noch für deutschland stimmt. bayern wär zwar gern der nabel der welt, ist es aber nicht.
und wenn du mit einer vermuteten anzahl von leuten die irgendwann mal - berechtigt oder nicht - eins aufs maul bekommen haben rechtsextreme morde wie z.b. in mölln oder solingen relativieren willst, erübrigt sich jede weitere diskussion.
krawall
07.03.07 06:36
chrisIs schrieb:
>
> bla

wer bistn du überhaupt?
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