Um die beständig steigende öffentliche Nachfrage nach mehr Hintergrundinformationen über Leben und Werk eures lieben Darlings, Etoile, auch liebevoll Toilette genannt, wenigstens ansatzweise zu befriedigen fühle ich mich bemüßigt, hier ein paar markante biographische Details anzuführen.
Etoile Darling wurde im Jahre 1983 zu früh geboren, weshalb er zunächst einmal einige Zeit im Brutkasten zu verbringen hatte, an die er sich jedoch nicht mehr erinnern kann, die aber möglicherweise nur der erste von vielen Schritten zur Extremtraumatisierung dieses armen Geschöpfes sein könnte. Seine Mutter war zwar Linke und Ausländerin, was sie aber trotz aller political correctness nicht davon abhielt, ihren kleinen Darling über Gebühr zu schlagen, und anderweitig zu quälen was wiederum als auschlaggebend für seine sadomasochistischen Inklinationen zu werten sein könnte. Ansonsten war seine Kindheit geprägt von allerlei unmenschlichen Nivolosigkeiten, für die er allerdings nicht haftbar gemacht werden kann, denn Kinder sind bekanntlich nicht selber schuld wenn sie mißbraucht werden, bloß in Etoile Darlings Fall war es kein Onkel, sondern eine alte Tante die immer gekommen ist um seiner Mutter bei der Aufzucht dieses bedauernswerten Geschöpfes zu helfen. Welch widerwärtige Phantasien diese ansonsten charakterlich hochstehende Frau an ihrem kleinen Schützling begangen hat kann Darling euch aus Gründen zivilisatorischen Anstands in der Öffentlichkeit nicht erzählen.
Mit 12 begann Darling, sich auf Männerklos am Naschmarkt und Karlsplatz zu prostituieren um sich seinen Lebensinhalt selbst zu finanzieren da seine Mutter selbst dem Sozialamt als unzuverlässig erschien. Mit 14 die erste Veröffentlichung, ein verschollenes zweibändiges Werk über sexuelle Perversionen, insbesondere Spermamalerei, in der schwulen Künstlerszene des Wiens der 80iger Jahre, diese Bände werden heute zu Liebhaberpreisen am antiquarischen Schwarzmarkt gehandelt udn gelten als die einzigen verbotenen Bücher des Österreichs der Nachkriegszeit. Mit 15 wurde euer Darling in seiner beschaulichen poetischen wiederum negativ geprägt als er erstmals in die Kinder- und Jugenpsychiatrie eingeliefert wurde, wo er dreieinhalb recht ereignislose Jahre auf der Station für Kinder, die Erwachsene sexuell belästigen, verbrachte. Er bekam massenhaft Psychopharmaka, die nicht nur sein noch unterentwickeltes Teeniehirn massiv schädigten, sondern ihn auch auf den Geschmack einer ordinären Drogensucht brachten. Ansonsten verschliss euer Darlingssternchen 13 Therapeuten, es wurden allerhand psychologische Experimente an ihm versucht, etwa die aversive Vergewaltigungstherapie der deutschen ehemaligen Lagerärztin Dr. med Dr. phil. Irene Dilderer (von dessen Nachnahmen sich das Wort Dildo herleitet). Diese in Fachkreisen heute noch hochgeschätzte, allerdings hochbetagte Dame hat Etoile nachhaltig geprägt und wurde nach und nach zu seiner sexuellen und intellektuellen Mentorin. Darling erinnert sich heute noch wie sie ihm einmal den ersten Dildo der Geschichte, der nach ihren eigenen Angaben in Treblinka erstmals ausprobiert wurde, in einer persönlichen Demonstration vorführte.
Doch genug der alten Tage! Etoile entwickelte sich prächtig und nach und nach stellten sich seine wertvollsten Charaktereigenschaften heraus, Höflichkeit, Zurückhaltung, Bescheidenheit. Etoile entwickelte sich wirklich zum Everybodys Darling, hingebungsvoll gab er sich jedem notgeilen Typen hin, entwickelte dadurch nicht nur eine ausgeprägte Mund- und Zungenmuskulatur sondern auch einen physiologisch interessanten Spermacontainermagen. Durch viel Bücken und andere damit verbundene sportliche Betätigungen entwickelte Darling eine wunderschöne, muskulöse Körperstruktur, die jeden Herrn vor Neid erblassen läßt.
Doch der Eintritt in die Schwarze Szene bekam unserem Darling gar nicht, durch die vielen Kellerparties und andere typisch gruftige Veranstaltungsorte, durch die bizarren sexuellen Vorlieben der Angehörigen sowie durch denszenetypischen angespannten Intellektualismus manifestierten sich bei eurem Darling verschiedenste psychosomatische Beschwerden, die er durch wahllose Promiskuität und Publikumsbeschimpfungen bekämpfte. Aber tief in seinem Inneren ist und bleibt Etoile weiterhin Everybodys Darling, der auf Opferungsbereitschaft für seine Mitmenschen wartet ......