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avatar 29.10.04 19:52
/me wurde gerade von einem Uniprofessor als agressive, intolerante und rassistische Person bezeichnet, weil ich den Massentourismus in Wien als Problem angesehen habe.

Irgendwie bin ich baff....
Anonymer Benutzer
29.10.04 19:54
meine güte: uniprofessoren ;)

nimm dir das nicht so zu herzen...
avatar 29.10.04 20:07
Naja...

Der war schockiert.

Und ich sitz jetzt da und hab wort wörtlich keinen Plan.
Weil so zufrieden war ich mit einem Projekt schon lange nicht.

Und dann sowas.
Anonymer Benutzer
29.10.04 20:09
wie groß ist der massentourismusteil in deinem projekt?
avatar 29.10.04 20:10
Es basiert darauf;)
Anonymer Benutzer
29.10.04 20:12
ach du heilige scheiße :/

und bei der themenauswahl hat er dir noch nicht gesagt, dass er das nicht so sieht? hast du vorher keinerlei rückmeldung von ihm bekommen? :/
avatar 29.10.04 20:16
Wurde mit dem Assistenten besprochen und eigentlich war das für den ziemlich gut. Aber heute saß er genauso schockiert da.
Anonymer Benutzer
29.10.04 20:17
wart mal: der professor war schockiert, weil du den massentourismus als prob siehst
und du & der assistent waren schockiert weil der prof schockiert war? (irgendwie skurril)

und was hat er im endeffekt zum projekt gemeint (außer den unnützlichen emotionellen aussagen)? musst dus jetzt umschreiben oder so?
29.10.04 20:21
Aluquah schrieb:
>
> me wurde gerade von einem Uniprofessor als agressive,
> intolerante und rassistische Person bezeichnet, weil ich den
> Massentourismus in Wien als Problem angesehen habe.

das mit dem rassistisch ist wohl bissel aus der luft gegriffen, das ist halt so mit modewörtern.

mit intolerant und aggressiv hätte ich persönlich kein problem. hm.
29.10.04 20:21
hab da so kleine, unbedeutende fragen, aber warum siehst du denn den massentourismus als problem an? und vorallem, warum kann man darauf so schockiert reagieren, wie es der prof tat? was hast denn geschrieben?
avatar 29.10.04 20:24
Also:

Prof und Assi saßen mit offenem Mund und Kopfschütteln da und habens beide nciht gepackt. Im Hintergrund hörte man sogar Wörter wie Rassismus, etc...

Ich hab eigentlich keine Ahnung, was ich tun soll.

Inhalt des Projekts war eigentlich eine Art "Center" in der Innenstadt zu errichten, in dem besonders "Busgruppentouristen" einen Platz zum Informieren/Essen/Klogehen/Relaxen/Warten/etc. finden können.

Und der "Konflikt" war jeder, daß es in der Wiener Innenstadt schon so ein Platzproblem gibt, daß Einwohner, Busse und Fiaker zusammen mit den Touristen in einem "Stau" landen und man für letztere einen Ort finden könnte für eben oben genannte Tätigkeiten, damit die ihre "nicht visitatorische" Zeit dort verbringen können, anstatt z.B. am Asphaltboden vom Stephansdom ein Sandwich zu essen...etc.

Mir wurde vorgeworfen, eine totale Seperation zu wollen, die Touristen in ein Gefängnis stecken zu wollen, Vorurteile diesen gegenüber zu haben, etc.

Verständlicher?
Und ich bin einfach nur _baff_.
Anonymer Benutzer
29.10.04 20:28
joa schon... hm... kann man natürlich unterschiedlich sehen... obwohl... wenn ich in der innenstadt bin, seh ich eig. nur touristen und geschäftsleute - eh keine normalen einwohner... wen will man da also von wem isolieren? ;)

aber wie hätten die sich das center vorgestellt? wenns ein center für touristen ist, dann ist es halt nicht für die wiener und soll natürlich auch attraktiv sein und alle touristen anlocken... also irgendwie... *hm*
avatar 29.10.04 20:29
Siehe anderes Posting.

Klar hab ich mich etwas agressiv ausgedrückt, weil wenn man mit einem Innenstadtbus unterwegs ist und 5min am Graben warten muß, bis der sich durch die Menschenmenge schiebt, ist das ein grundsätzliches urbanes Problem.

Bzw. wenn mehrere Gruppen am Fleck stehen und auf ihren Guide warten und man einfach nicht mehr weiterkommt.

Oder die 60-jährige deutsche Touristin eben keinen Sitzplatz findet und sich n'e Blasenentzündung holt.

Oder öffentliche Klos und Tourismusinformationen, die spährlich zu finden sind und die Touristen demetsprechend Zeit verlieren und herumirren müssen.

Wenn Touristen nicht merken, daß sie die ganze Zeit am Ringradweg spazieren und damit einen eigentlich sehr starken Verkehr lahm legen.

Wenn eine Gruppe von Bustouristen gröhlend in ein "Stammcafe" spaziert und man an den Dialogen erkennen kann, daß es ihnen so und so egal ist, wo sie gerade sitzen.

etc.

Ich rede nicht von Tourismus allgemein, sondern von den Leuten, die die Hälfte des Aufenthaltes im Bus verbringen, sich eine Schachtel Mozartkugeln kaufen und 2 Sisi-Karten und genau den Stephansdom, Graben, Kärtner, Hofburg und eine Ringrundfahrt zu Gesicht bekommen. Das Ganze bedarf meiner Meinung nach einer besseren Organisation (und das wurde eben mit "Gefangenschaft" verglichen).
Anonymer Benutzer
29.10.04 20:31
...da wär ich aber auch auf deiner seite... weil von wegen gefangenschaft - da begeben sie sich ja schon freiwillig rein indem sie ne geführte bustour machen :/
avatar 29.10.04 20:32
Ich bin 8 Jahre lang in der Innenstadt zur Schule gegangen. Mehr brauche ich dazu wohl nicht zu sagen. Und es gibt genug "Einheimische", die sich im ersten Bezirk bewegen. Es ist von der Zahl her sehr ausgeglichen.
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