Aber sicher zeigen misshandelte Viecher Auswirkungen. Und richten -wenn sie können- damit Schaden an. Es wäre also schon aus rein wirtschaftlichen Gründen sinnvoll, sie nicht zu misshandeln oder sowas zu tolerieren. Unendliche Toleranz kann´s halt nicht geben, sonst darf ich mich auch nicht einmischen, wenn mein Nachbar gerade seinen lästigen Mitbewohner mit der Faust bearbeitet, weil´s mich rein theoretisch nix angeht.
Es passiert selten dass sich ein Hund gegen den geliebten Alpha-Wolf wendet - und den verkörpert das Herrl für den Hund. Allerdings werden solche Hunde dann schärfer im Umgang mit anderen Kreaturen (z.B. Menschen) und fangen schneller an, auf diese loszugehen.
Die Angriffe von Kampfhunden auf Spaziergänger oder spielende Kinder haben genau damit zu tun. Wenn der Besitzer dem Tier nicht soviel Auslauf wie es braucht, lässt und es zusätzlich lustig findet, "der Herr" über den Hund zu sein. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Hund auf Menschen oder Tiere losgeht, die ihm wurscht sind, weil sie in seinen Augen nicht zu seinem Rudel gehören.
Ich habe auf einem Kinderspielplatz beobachtet, wie ein Boxerhund sich gelangweilt hat (oder vielleicht war ihm heiß). Jedenfalls wollte er aufstehen und weg. Immer wenn er sich bewegt hat, hat sein Herrl gelacht und dem Hund mit einem Stock (!) eins draufgegeben. Der Boxer durfte nicht einmal winseln, ohne eine zu fangen. Ein Bub hat den Besitzer dann gefragt, warum er seinen Hund haut, und der Mann hat mich angefahren, dass ich meine Fratzen zurückhalten soll, damit sie sich nicht einmischen. Ich solle gefälligst dafür sorgen, dass meine Kinder nicht geräuschvoll über den Spielplatz rennen, das könnte seinen Hund provozieren. Der Hund hat aufmerksam die Kinder beobachtet. Zu meiner großen Freude hat er dann nicht mit ihnen "gespielt".