Stephansplatz, 1010 Wien [ Plan ]
http://www.stephanskirche.at/index.jsp?menuekeyvalue=22&langid=1
Im Jahre 1486 wurden die Katakomben in einem Keller des Deutschen Ordens unterhalb des Stephansdomes eingerichtet. Die Stephansgruft diente, so wie die meisten Kirchengrüfte dieser Zeit, sowohl als Begräbnisstätte einiger privilegierter Familien als auch als Beinhaus zur Lagerung tausender, anonymer Toten.
Aus alten Berichten erfährt man von chaotischen Zuständen, kreuz und quer gestapelten Särgen, von denen die ältesten unter den darauf geschlichteten Lasten schon zusammengebrochen waren und den zerfallenden Inhalt preisgaben. Auch von offen herumliegenden, mumifizierten Leichnamen ist die Rede.
Als allerdings 1873 das Grundwasser der Inneren Stadt durch Stillegung der Hausbrunnen anstieg sahen sich die Verantwortlichen gezwungen, die Gruft wegen der starken Feuchtigkeit zu räumen.
Heute sind die Katakomben weitgehend leer. Zu besichtigen sind noch die Karner mit den Überresten von etlichen zehntausend Toten, die Gruft der Wiener Erzbischöfe und Kardinäle und die Herzogsgruft, in der die Eingeweideurnen der Habsburger verwahrt sind.
Dabei sind besonders die Karner interessant. Teilweise findet man die Skeletteile sorgfältig geschlichtet, teilweise wild durcheinandergeworfen mit Resten von Kleidern und Särgen, und wenigen Überresten mumifizierter Leichen.
Stellenweise ist die Atmosphäre in den Katakomben von St. Stephan wohl etwas drückend und beklemmend, aber eine Besichtigung lohnt sich auf alle Fälle.
Die Führungen finden ganzjährig statt und dauern in etwa 30 Minuten. Treffpunkt ist jeweils der Katakombenabgang.
Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag: 10:00-11:30 Uhr und 13:30-16:30 Uhr
Sonn- und Feiertag: 13:30-16:30 Uhr
(nach Bedarf halb- oder viertelstündlich, an der Tafel beim Katakombenabgang ersichtlich!)
Eintrittspreise (inkl. Führung)
Erwachsene: € 4,50, Kinder bis 14: € 1,50

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