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avatar 26.08.17 03:30
Nachdem ich letztens ein sehr interessantes Gespräch mit unserem Praktikanten über Musik hatte, stellt sich mir folgende Frage (und man möge mich an den Pranger stellen, weil ich die Antwort nicht schon weiß):
Was genau ist denn der Unterschied zwischen New Wave und Post Punk? Der Praktikant meinte nämlich, dass es da keinen wirklichen Unterschied gibt und dass das eh dasselbe ist. Wo genau ist da die Abgrenzung?
Ich persönlich finde es nämlich verdammt schwierig Musikgenres voneinander abzugrenzen - ich mein klar die großen Genres kann ich schon abgrenzen, aber es gab mal jemanden der versucht hat mir die verschiedenen Genres von Metal anhand von Beispielen näher zu bringen. Hat leider nicht gefruchtet.
Also kann ich leider auch den Unterschied zwischen Post Punk und New Wave nicht eindeutig erkennen.

Ich würde mich wirklich freuen, wenn mir das jemand ersichtlich erklären kann - irgendwie lässt mir das seit Tagen einfach keine Ruhe xD
avatar 26.08.17 10:38
Gemein ist beiden Genres, dass New Wave und Post Punk sich durch ihre lyrics betonte, experimentelle Musik
vom erdig geradlinigen 70er-Rock, hedonistisch geprägten Disco und luftig-leichten Soufflé-Pop differenzieren
und distanzieren.
Ich würde mal sagen der Pop-Einfluss bei Post Punk ist wesentlich geringer, Post Punk ist introvertierter, dunkel
wie Beaujolais, New Wave ist eingängiger, (synthie-)poppiger, schriller - also hell wie ein spritziger Riesling.. ;)
avatar 26.08.17 23:45
phini, das beantwortet die frage nicht.

grundsätzlich sei mal auf die recht brauchbare wikipedia verwiesen: [de.wikipedia.org]

imo ist postpunk im heutigen sprachverständnis "punkiger", schmuddeliger, nicht so gestylt, fallweise improvisiert, dreckig, manchmal auch bewusst anti-komerziell. beispiel: joy division, killing joke, birthday party, frühe mona mur,...
new wave ist mehr synth-lastig, durchgestylt, näher am synthie-pop. z.b.: ultravox, omd, visage,...

þau sem óttast dauðann kunna ekki að njóta lífsins


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.08.17 23:46 von mort.
avatar 27.08.17 06:18
Ich beschreibe es aber so wie ich es empfinde bzw. höre.. ;P Auf wikipedia werden zB Talking Heads unter Post Punk verortet, aber für mich ist das eine klassische New Wave Band...

Post Punk ist zwar mehr punkiger, ungeschliffener und unpolierter als NW, aber lange nicht so rau, dreckig und oft dem Zufall überlassen wie der Ur Punk, Post Punk ist imo dunkel, durchdachter, durchkomponierter, waren ja auch viele verkappte Kunststudenten unter den Post Punk Bandgründern drunter... ;) Probiere doch mal einen Beaujolais wie der so im Abgang ist... ;P

Gute Nacht! :)
avatar 27.08.17 10:16
Zitat
Schwarzesschaf
Wo genau ist da die Abgrenzung?
Eine "genaue" Abgrenzung gibt es da sowieso nicht. Prinzipiell stimme ich Seraphina und Mort schon zu, aber die eigentliche Zuordnung variiert von Hörer zu Hörer schon ein wenig.
Zitat

Ich persönlich finde es nämlich verdammt schwierig Musikgenres voneinander abzugrenzen - ich mein klar die großen Genres kann ich schon abgrenzen, aber es gab mal jemanden der versucht hat mir die verschiedenen Genres von Metal anhand von Beispielen näher zu bringen. Hat leider nicht gefruchtet.
Was Metal angeht empfehle ich dieses Video. Natürlich auf die Spitze getrieben und voll von Stereotypen, aber wenigstens unterhaltsam.
avatar 27.08.17 10:22
Zitat
Seraphina
Post Punk ist introvertierter, dunkel
wie Beaujolais, New Wave ist eingängiger, (synthie-)poppiger, schriller - also hell wie ein spritziger Riesling.. ;)
Awwww, was für ein poetischer Vergleich. Aber ich glaube Du meintest Burgunder (oder eventuell noch Bordeaux - geographisch zwar ganz weit weg, aber berüchtigt für sperrige Weine, die erst nach 10 Jahren halbwegs trinkbar werden). Beaujolais ist nämlich eine ziemlich dünne Plörre. ;)
Und eine Rebsorte (Riesling) mit einem Anbaugebiet zu vergleichen ist vielleicht auch nicht gaaaaaaanz so passend.

1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.08.17 10:31 von yttrium.
avatar 27.08.17 13:46
Kann schon gut sein, dass ich den Wein wervechselt habe, hihi-hicks Madame „Je-sais-tout“..;P

Connaisseure sind halt schon sehr beeindruckend! ;)



avatar 27.08.17 18:44
Zitat
Seraphina
Connaisseure sind halt schon sehr beeindruckend! ;)
Oh, absolut. Als Bauer hab ja auch ein paar Oenologen kennengelernt. Was die fachlich und sensorisch draufhaben - Hut ab.
Ich selber bin ja ein Banause, sehr vergleichbar zu der Dame im Video (nur schlechter angezogen), der den 79er Léoville-Las Cases den anderen überläßt und sich an das gute Dosenbier vom Hofer hält. Aber man schnappt ja unvermeidlich nebenher was auf. Die Schlürferei dürften sie aber ruhig lassen, das ist eklig.
avatar 27.08.17 19:37
Ich trinke eher selten Wein und wenn, dann Merlot de France oder Kalifornischen Rotwein Woodbridge Zinfandel.

Bier schmeckt mir nicht so und kenne mich daher nicht so aus. In der Gumpendorfer Straße gibt´s einen Biershop mit internationalen Spezialitäten – das „gruftige“ Bier aus Island [www.beerlovers.at] (scroll down) namens Einstök: Einstök Toasted Porter muss ja schon recht schräg schmecken... ;) Eine nahezu tiefschwarze Farbe im Glas. In der Nase Noten von Röstaromen wie Espresso, Schokolade und Lakrits. Der Geschmack ist süß und langanhaltend bitter ... brrrr
avatar 28.08.17 09:16
Hallo,
vielen Dank für all eure Antworten.
Mittlerweile habe ich Wikipedia gelesen und bin (zumindest ein bisschen) schlauer ;)

Mein Praktikant hätte Joy Division unter New Wave kategorisiert - ich hingegen hätte Joy Division ebenso eher dem Post Punk zugeordnet. Und er meinte im Zuge dessen halt, dass es eh dasselbe ist. Aber dann kann ihn jetzt aufklären, was die signifikanten Unterschiede sind. *muhahaha*
Vielen Dank :)
avatar 01.09.17 08:36
Zitat
Seraphina
In der Gumpendorfer Straße gibt´s einen Biershop mit internationalen Spezialitäten
Kenn ich. Mir hat mal ein netter Mensch ein halbes Dutzend IPAs von dort mitgebracht, weil er weiß, daß ich die mag. Sag noch mal einer, es gäbe keine romantischen Gesten mehr.
Zitat

– das „gruftige“ Bier aus Island [www.beerlovers.at] (scroll down) namens Einstök: Einstök Toasted Porter muss ja schon recht schräg schmecken... ;) Eine nahezu tiefschwarze Farbe im Glas. In der Nase Noten von Röstaromen wie Espresso, Schokolade und Lakrits. Der Geschmack ist süß und langanhaltend bitter ... brrrr
Von solchem bin ich auch kein großer Fan, schmeckt imho immer nur verbrannt - und das sage ich, die seit Jahrzehnten Kaffee nur schwarz trinkt und ordentliche Lakritze hier in Ö schmerzlich vermisst.
avatar 01.09.17 10:23
Lakritze-Schleckermaul...okay...sehr eigenwillig...;) Voilá - da kannst sogar drin baden ;) [www.suesseseck.at]
avatar 07.09.17 20:45
Zitat
Seraphina
Lakritze-Schleckermaul...okay...sehr eigenwillig...;)
Lakritze gehört imho - neben vergorenen Sachen wie Kimchi, Surströmming und diesem ganzen Geraffel - zu den kulinarischen Schibboleths. Da geht es eher um den sozialen Aspekt, also, diese ganze Ingroup/Outgroup-Dynamik. Kann man es essen, ohne das Gesicht zu verziehen und sogar Spaß dran haben? Dann gehört man dazu. ;)
Zitat

Voilá - da kannst sogar drin baden ;) [www.suesseseck.at]
Merci vielmals! Muß ich mal aussteigen wenn ich das nächste Mal dran vorbei fahre.
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