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avatar 17.11.17 15:38
Zitat
yttrium

Es gibt genug Frauen, die sich ihre Brüste verkleinern lassen, weil sie körperlich darunter leiden, und keinen stört es (außer ein paar Idioten, die meinen, daß doch bitteschön möglichst viele Frauen ihrem persönlichen Geschmack entsprechen sollen). Warum darf man dann nicht seine Brüste vergrößern, um seelisches Leid zu verringern?

Es gibt Eltern, die ihrer Tochter leichtfertig und schnell mal zum Geburtstag eine Brustvergrößerungs-OP schenken, anstatt sich wirklich mit ihrer Tochter auseinandersetzen und versuchen ihr Selbstbewusstsein, ihre Selbstakzeptanz durch Gespräche zu stärken....

Und wenn man sich Extrembeispiele wie zB Frau äh Wollerssowieso & Co. anschaut, so geht das imo schon in Richtung Dysmorphophobie. Aber wie schon betont, ist deren Entscheidung.
avatar 17.11.17 15:40
Da gibt es unterschiedliche Ansichten ob Transsexualität eine psychische Störung, Krankheit oder eine Geschlechtsinkongruenz ist:

"Transsexualität ist keine psychische Störung oder Krankheit. Transsexuelle Menschen sind gesunde Menschen, die an einer konstitutionellen Geschlechtsinkongruenz leiden", sagt Cornelia Kunert. Sie ist Psychotherapeutin, Supervisorin und Mitglied im Expertenteam für Transsexualität/Transidentitäten des österreichischen Bundesverbandes für Psychotherapie. Krankmachend sei allenfalls der Zwang, im als falsch empfundenen Geschlecht leben zu müssen, unterstreicht auch der Verein Trans X. "Transsexuelle erleben sich durchwegs nicht als psychisch krank und fühlen sich nachhaltig wohler und werden funktionaler, wenn sie einen geschlechtsanpassenden Prozess durchleben", sagt Therapeutin Kunert. [derstandard.at]

2 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.11.17 16:23 von Seraphina.
avatar 18.11.17 13:44
Zitat
yttrium

Fun fact: Ich habe angelegte Ohren. Zählt das auch? Inzwischen würde ich es vermutlich nicht mehr machen lassen, aber ich bereue es auch nicht. Meistens denke ich nicht mehr dran - das ist halt mein neues "normal".

Eher nicht oder? Segelohren kommen ja bei beiden Geschlechtern vor und das Anlegen der Löffel
macht Dich nicht weiblicher / männlicher ... finde ich zumindest

Ick wundre mir üba janüscht mehr ;)
avatar 18.11.17 13:49
Zitat
Seraphina
Da gibt es unterschiedliche Ansichten ob Transsexualität eine psychische Störung, Krankheit oder eine Geschlechtsinkongruenz ist:

Die Transsexualität selbst vielleicht nicht, aber sie kann ja durchaus Ursache für andere
Krankheitsbilder sein, z.B. Depressionen

Ick wundre mir üba janüscht mehr ;)
avatar 18.11.17 18:07
Ja eh... siehe auch vorhergehender Artikel Link - wohl nich jelesen? ;P
Das eine kann das andere bedingen..

Dann können ja auch noch verschärfte Schwierigkeiten bei der Jobsuche hinzukommen.
Da habe ich noch ein interessantes, wenn auch heftiges Interview gefunden:
[www.dasbiber.at]

1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.11.17 18:28 von Seraphina.
avatar 18.11.17 18:58
Zitat
uwi1976
Eher nicht oder? Segelohren kommen ja bei beiden Geschlechtern vor
Okay, da hast Du natürlich recht - es ging mir eher darum, daß es auch "gesunde" Körperteile waren, die genauso hätten bleiben können. Und lustig drüber gemacht hat sich auch nie jemand, jedenfalls soweit ich mich erinnere.
Andererseits: Ich bin immer beim Haarekämmen mit der Bürste hängengeblieben, und ich habe oft auf umgeklappten Ohren geschlafen - das war durchaus schmerzhaft, also könnte man mit ein bißchen gutem Willen einen gesundheitlichen Aspekt reininterpretieren. ;)
avatar 18.11.17 19:10
Zitat
Seraphina
Es gibt Eltern, die ihrer Tochter leichtfertig und schnell mal zum Geburtstag eine Brustvergrößerungs-OP schenken, anstatt sich wirklich mit ihrer Tochter auseinandersetzen und versuchen ihr Selbstbewusstsein, ihre Selbstakzeptanz durch Gespräche zu stärken....
Du kannst davon ausgehen, daß die Eltern meistens genauso gesellschaftlichen Normen und Zwängen unterworfen sind wie die Kinder. In meinem Fall war es eine Kinn-OP, die mir zum 18. Geburtstag versprochen wurde. Ist halt ein bißchen schief, nix dramatisches, aber meine Mutter war halt selber extrem unsicher was ihr Äußeres angeht. Sie wollte mir nur helfen, aber ich glaub ich lass mir lieber nicht Knochen im Gesicht wegmeißeln, wenn es nicht unbedingt sein muß. ;)
Zitat

Und wenn man sich Extrembeispiele wie zB Frau äh Wollerssowieso & Co. anschaut, so geht das imo schon in Richtung Dysmorphophobie. Aber wie schon betont, ist deren Entscheidung.
Ich mußte erstmal recherchieren, kannte die gar nicht. XD
Aber, ja, das ist genau die Art von Hyperfemininität, mit der ich nicht viel anfangen kann. Andererseits ist es eine solide Investition in ihre Karriere, nicht viel anders als Leute, die massig Zeit und Nerven in ihren Job stecken (und dann mit 50 einen Herzinfarkt haben, weil das natürlich ebenfalls furchtbar ungesund ist, aber das ist gesellschaftlich eben akzeptierter).
avatar 18.11.17 21:46
Zitat
Seraphina
Ja eh... siehe auch vorhergehender Artikel Link - wohl nich jelesen? ;P

Ich hinke noch n bisschen hinterher mit dem lesen, bin noch bei den Links von yttrium :D

Ick wundre mir üba janüscht mehr ;)
avatar 18.11.17 21:49
Zitat
uwi1976
Zitat
Seraphina
Ja eh... siehe auch vorhergehender Artikel Link - wohl nich jelesen? ;P

Ich hinke noch n bisschen hinterher mit dem lesen, bin noch bei den Links von yttrium :D

Durchaus nachvollziehbar... ;() hahahaha
avatar 18.11.17 21:53
Zitat
yttrium
Zitat
Seraphina
Es gibt Eltern, die ihrer Tochter leichtfertig und schnell mal zum Geburtstag eine Brustvergrößerungs-OP schenken, anstatt sich wirklich mit ihrer Tochter auseinandersetzen und versuchen ihr Selbstbewusstsein, ihre Selbstakzeptanz durch Gespräche zu stärken....
Du kannst davon ausgehen, daß die Eltern meistens genauso gesellschaftlichen Normen und Zwängen unterworfen sind wie die Kinder. In meinem Fall war es eine Kinn-OP, die mir zum 18. Geburtstag versprochen wurde. Ist halt ein bißchen schief, nix dramatisches, aber meine Mutter war halt selber extrem unsicher was ihr Äußeres angeht. Sie wollte mir nur helfen, aber ich glaub ich lass mir lieber nicht Knochen im Gesicht wegmeißeln, wenn es nicht unbedingt sein muß. ;)
Zitat

Und wenn man sich Extrembeispiele wie zB Frau äh Wollerssowieso & Co. anschaut, so geht das imo schon in Richtung Dysmorphophobie. Aber wie schon betont, ist deren Entscheidung.
Ich mußte erstmal recherchieren, kannte die gar nicht. XD
Aber, ja, das ist genau die Art von Hyperfemininität, mit der ich nicht viel anfangen kann. Andererseits ist es eine solide Investition in ihre Karriere, nicht viel anders als Leute, die massig Zeit und Nerven in ihren Job stecken (und dann mit 50 einen Herzinfarkt haben, weil das natürlich ebenfalls furchtbar ungesund ist, aber das ist gesellschaftlich eben akzeptierter).


Oha, deswegen deine doch starke Fokussierung hier auf dein Äußeres, aber dies wird dir wahrscheinlich eh bewusst sein... ;)

Hyperfeminität ? ;) - wohl eher comic-hafte Karikatur ihrer selbst...;P
Jaja, solide Karriere *prust* mit rasantem Ablaufdatum als Regenwurm, Stierhoden- und Kakerlakenfressender und sich auch sonst durch allerlei Peinlich- und Blödigkeiten entblößender Z-Promi in den diversen Auffanglagern und Inseln für in aller Würdelosigkeit Gestrandete mit hyper Aufmerksamkeitsdefizit.. ;).
avatar 18.11.17 22:12
Zitat
Seraphina
Zitat
uwi1976
Ich hinke noch n bisschen hinterher mit dem lesen, bin noch bei den Links von yttrium :D

Durchaus nachvollziehbar... ;() hahahaha
Hey! Ich sage nur Sachen, für die ich auch Belege habe! Wenigstens zitiere ich keine Paper, die sich hinter einer Paywall verstecken! Es geht mir ja nicht mal darum, daß es wirklich jemand liest - ich will bloß nicht als ein Idiot dastehen, der nur mit anecdotal evidence um sich wirft.
#scientistforlife
avatar 19.11.17 15:39
Allet jut - ich bin nur zeitlich nicht dazu gekommen, die zahlreichen Artikel in Ruhe zu lesen.
Jetzt habe ich mir mal diesen biber-dings-link durchgelesen, dieses Interview ist sehr interessant! :)

Ick wundre mir üba janüscht mehr ;)
avatar 10.12.17 17:32
Obwohl ich die Vernunft hier etwas am durchscheinen sehe, muss ich doch noch was dazu sagen.

Zitat
Torka
Außerdem kann ich nicht umhin, mir zu denken: Wie krank ist das bitte, sein biologisches Geschlecht chirurgisch ändern zu wollen, damit man körperlich zu einer gewünschten Geschlechterrolle paßt? Da ist doch eher was faul an der Gesellschaft bzw. daran, wie die Person die Gesellschaft erlebt, wenn man seinen eigenen Körper als "falsch" betrachtet, weil man gerne als Mann oder als Frau, jedenfalls als das andere, leben will. Vor allem, wenn der einzig wirklich wesentliche Unterschied, nämlich als Frau gebären zu können, sowieso nicht chirurgisch herstellbar ist.

Wir krank ist es denn bitte, dass man denken muss, die Gesellschaft sei schuld für die eigenen Gefühlswelt? Eine OP mag nicht perfekt sein, aber haste schon mal was von "das beste draus machen" gehört? Wenns dich stört dass eine perfekte anatomische Wandlung zum Zweck der Fortplanzung chrurgisch zu diesem Zeitpunkt nicht machbar ist, oder dass die Wissenschaft die Natur in all ihren Aspekten noch nicht imitieren kann, hast du eigentlich eine bessere Lösung?

Was hat denn eigentlich die Unannehmbarkeit des eigenen Fleisch und Blutes denn mit gesellschaftlicher Erwartungen zu tun?

In einer Welt in dem es zwei menschliche biologische Geschlechter gibt, wird es immer Menschen geben, die mit ihrem zugeteilten Körper unzufrieden sind. So ist es mit alles was es nur gibt, warum ist es so schwer vorstellbar wenn es um Genitalien geht? Menschen können anscheinend immer noch nicht ihre Gefühle in Bezug auf ihre Geschlechsteile vollständig ausdrücken. Muss wohl was evolutionäres sein, der Fortplanzungstrieb muss stark sein, sonst hätten wir Menschen die Erde nicht überbevölkern können. ; - )

Man hat es schließlich selber nicht auswählen können. Man kann ja keine Beschwerde bei dem Hersteller einreichen, und für einen Austausch bitten.

Zitat
yytrium
Du mußt nicht. Du willst.

Als alternativ zu was denn bitte? Es nicht zu machen und ewig vor sich hin leiden zu müssen? Sich zufrieden geben mit etwas mit dem man keinen Frieden schliessen kann? Hört sich nicht sehr konstruktiv an. Vielleicht felht dir die Kapazität die Nöte anderer Menschen zu verstehen, die nicht auch zu deiner eigenen zählen. Sogar Friedrich Nietzsche selbst hat mal gesagt, dass "eine Notwendigkeit eine Intepretation" sei. Ich interpertiere, dass ich mal jetzt keinen Sauerstoff mehr brauche, und werde eine Plastiktütte um meinem Kopf knoten. ; - P

Zitat

Ich kenn auch eine Trans-Frau, die ihren Penis behalten hat
Zitat

lesbisch

Wähle eins von den beiden. Sonst stelle ein glaubwürdiges Argument an die Trans-exclusionary radikale Feministen (TERFs), die meinen, dass Geschlecht biologisch bestimmt ist.


uwi1976
Zitat

Wie finanzierst Du das?
Die Therapien und vor allem evtl. Operationen kosten
doch n Haufen Geld oder?


Naja, hoffentlich das öffentliche Gesundheitssystem und der Steuerzahler, da es tatsächlich ein medizinisches Thema ist. Hier kommen wir auf dem Punkt warum es bei so vielen nicht betroffenen eigentlich so ein schwieriges Thema ist. Wenn es einem zu teuer ist, könnte man überlegen, wie man das beubehaltene Prozedur effektiver und kosteneffizienter zu machen. Wenn dass auch noch zu teuer ist, dann könnte man sich fragen warum mindest- und mittel-Verdiener prozentual mehr Steuern als die führende Elite zahlen, und warum man eigentlich viel lieber diese Steuergelder an einer Militärrüstung spendet, die Kinder in dem mittleren Osten mit Dronen Raketen tötet, als für Menschen mit eine existenzielle Benachteiligung. : - )

Natürlich gibt es ja die Option, solche Menschen Hilfe komplett zu verweigern. Dann müsste man aber auch bereit sein, die gesellschaftliche Folgen einer solchen Ausgrenzung zu tragen.
avatar 12.12.17 06:57
Es ist dann auch keine allzu große Überraschung, dass diese erwähnte Terf Bewegung zumeist rechtsextremes Gedankengut propagiert bzw. ebensolchen politischen Gruppierungen angehört....

Den größten Teil der medizinischen Behandlungskosten übernehmen die Versicherungsträger (Krankenkassen) – die Kostenübernahmen
en detail stehen auch im Biber-Link aufgelistet, den ich natürlich nur als Deko mitgeschickt habe.... ;)

Zitat
lillienverekken
Hier kommen wir auf dem Punkt warum es bei so vielen nicht betroffenen eigentlich so ein schwieriges Thema ist. Wenn es einem zu teuer ist, könnte man überlegen, wie man das beubehaltene Prozedur effektiver und kosteneffizienter zu machen.

Also nur zur Hälfte operieren oder wat? ;P
Na Scherzerl beiseite, aber wie stellst du dir das jetzt konkret konstruktiv vor?
avatar 12.12.17 08:12
Zitat
lillienverekken
Was hat denn eigentlich die Unannehmbarkeit des eigenen Fleisch und Blutes denn mit gesellschaftlicher Erwartungen zu tun?
Wieso bringst Du jetzt Nachwuchs ins Spiel? Oder meinst Du mit "Fleisch und Blut" etwas anderes als sonst sprachlicher Usus ist? Im Kontext würde "Körper" eventuell passen, aber daß Körper und gesellschaftliche Erwartungen sehr eng miteinander verknüpft sind ist ja eigentlich eh klar.
Zitat

In einer Welt in dem es zwei menschliche biologische Geschlechter gibt,
Wirklich nur zwei? Find ich ja nicht. Aber wenn wir uns selbst auf so etwas grundlegendes nicht einigen können, wird es wohl schwierig, zu einem Konsens zu finden.
Zitat

Zitat
yytrium
Du mußt nicht. Du willst.

Als alternativ zu was denn bitte? Es nicht zu machen und ewig vor sich hin leiden zu müssen? Sich zufrieden geben mit etwas mit dem man keinen Frieden schliessen kann?
Oder es nicht zu machen, eben weil man kein Interesse daran hat, alle OPs etc. durchführen zu lassen. Soll vorkommen, wirklich. ;) Nicht jeder ist so hardcore-binär unterwegs.
Zitat

Zitat

Ich kenn auch eine Trans-Frau, die ihren Penis behalten hat
Zitat

lesbisch
Wähle eins von den beiden. Sonst stelle ein glaubwürdiges Argument an die Trans-exclusionary radikale Feministen (TERFs), die meinen, dass Geschlecht biologisch bestimmt ist.
Mir steht es nicht zu, da irgendetwas zu "wählen", sondern nur den Betroffenen selber. Wobei sie sich ihre sexuelle Orientierung natürlich nicht ausgesucht hat, aber sie hat sich eben entschlossen, sich nicht komplett umoperieren zu lassen, weil ihr das besser in den Kram passt. Wie absurd wäre es denn, wenn ich (oder Du oder sonstwer) ihr Vorschriften machen würde, was sie mit ihrem Körper zu tun und zu lassen hätte?
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