Insgesamt rund 300 Besucher waren am 9.2.2oo1 in der Szene-Wien um sich das Heimspiel von L´Ame Immortelle auf ihrer "Storm and Silence" Tour mit Support von Janus, Flesh Field und Schwarz anzusehen.

Gegen 19.30 eröffneten die Berliner Band "Schwarz" die Veranstaltung, wobei schnell klar wurde, daß der Bandname etwas irreführend ist- "Metal" hätte das ganze vielleicht treffender beschrieben. Überhaupt schien der Stil von "Schwarz" nicht mit den übrigen Acts des Abends zusammenzupassen, daran änderte auch die eigentlich nette Aufmachung der Band nichts: Flureszierende "Kriegsbemahlung" auf nackten Oberkörpern präsentiert unter UV Licht. Wie man später noch feststellen musste, das einzige optische Highlight des Abends, die Lichanlage selbst riss den Rest des Abends sicherlich niemanden zu Begeisterungsstürmen hin.

Wie dem auch sei, eine Vorgruppe spielt bekanntlich nicht allzu lange und so stand schon kurze Zeit später "Flesh Field" auf der Bühne. Das aus den USA stammende Päärchen, (mit Unterszützung vom MegaDump Keyboarder) hierzulande unverständlicherweise wenig bekannt, kann sich jemand, der bisher noch keines ihrer Lieder hörte, als "härtere" Schwester von L´Âme Immortelle vorstellen: Verzerrte Vocals im "Beauty and Beast" Konzept (sanfte Frauenstimme gepaart mit verzerrtem Männerlauten), technoide, eingängige Beats und einer brachialen Gesamtwirkung boten eine gute Gelegenheit in der sich allmählich füllenden Halle das Tanzbein zu schwingen.

Leider hatten auch "Flesh Field" nicht viel Spielzeit auf der Bühne, und während man noch in Gedanken hieng wann die 2 Lieben wohl wieder einen Sprung über den grossen Teich zu uns machen werden, bereiteten sich "Janus" auf ihren Auftritt vor. "Janus" war vielen von ihrem Liveauftritt auf dem WGT in Leipzig noch sehr postiv in Erinnerung, allerdings kam der Wien Auftritt mit Sänger, E-Gitarre, E-Bass, Keyboarder, Chello- und Violinspieler weit weniger pompös herüber. Der Höhepunkt des Janus Performance war deshalb auch der Gastauftritt von Sonja (L´Âme immortelle). Alles in allem konnte Janus den hohen Erwartungen nicht ganz gerecht werden. Für viele ebenfalls überraschend, gab es keine Songs der aktuellen "Hundstage" EP zu hören.

Schliesslich war es Zeit für den Headliner des Abends: L´Âme Immortelle, unterstützt von den Chello- und Violinspielern die zuvor schon bei Janus ihr Können zeigten. Die grosse Bühnenerfahrung kam der Band zu Nutze das (vermutlich weltweit als "träge" bekannte) wiener Publikum noch einemal so richtig aufzumischen. Die gut balancierte Mischung aus Showeinlagen und Performance zur Musik unterstützt von den Livemusikern lies so die Songs (auch mag man sie inzwischen noch so oft gehört haben) in einem neuen Glanz erstrahlen. Beindruckend war auch das Stimmvermögen von Sonja bei den Songs des neuen Albums (Stimme erinnert ein wenig an "Grey") wo man vielleicht vermutet hätte das "Stimmwunder" wäre auf technische Tricks zurückzuführen.

Fazit: Im Grunde recht solide Auftritte mit ensprechender Stimmung für einen netten Abend. Die Halle hätte besser gefüllt sein können und allen zuhause geblieben kann gesagt werden dass sie schon ein bisschen was versäumt haben, vor allem weil der Eintrittspreis durchaus günstig für 4 namhafte Bands war.