Kein anderes Lokal wird in der Wiener Szene so ambivalent leidenschaftlich behandelt wie "das Pi", das in den nächsten Tagen den vierten Geburtstag feiert. Beide Tatsachen bieten einen kaum zu übertreffenden Grund, sich einmal näher mit dem Lokal selbst auseinanderzusetzen.

Während man mit Fug und Recht behaupten kann, dass das Pi das einzige rein der schwarzen Szene gewidmete Lokal ist, ist gerade die Sichtweise darauf, was die schwarze Szene denn eigentlich für das Lokal selbst ist, oft- und vieldiskutierter Streitpunkt. Denn offenkundig bedient das Pi ein recht junges Publikum, was sich auch auf die Musikauswahl auswirkt - für das, was Puristen unter Gothic verstehen, scheint kein Platz zu sein, und tatsächlich sind Genres wie Batcave, Gothic-/Deathrock und selbst New Wave in der Musikauswahl kaum bis nicht vertreten. Trotz oder gerade aufgrund dieser Tatsache läuft das Lokal seit vier Jahren konstant erfolgreich - in der hiesigen Szene eine Ausnahmeerscheinung - und genau diesen Punkten gehen wir im Interview mit Thomas Rainer auf den Grund.

Thomas ist für die Öffentlichkeitsarbeit des Clubs zuständig - was angesichts seiner Exponiertheit und seines Bekanntheitsgrades als Künstler (L'Âme Immortelle, Nachtmahr) auch logisch erscheint.

club pi


Das Interview führte Scrag! im Februar mit Thomas Rainer direkt im Club.

Zuerst einmal Danke, dass du dir Zeit nimmst für dieses Interview!

Seit wann gibt es den Club Pi?

Den Club Pi gibt es seit 4 Jahren, Eröffung war am 18. 3. 2007

Wie schaut das Team aus, und was genau ist deine Aufgabe?

Wir sind ein sehr kleines Team von Leuten, die damals mit der Veranstaltungsszene in Wien frustriert waren...

...naja, "kleines Team" ist gut - ihr seid ja doch insgesamt so einige Leute?

Ja, das Kernteam besteht aus fünf Personen, und meine Aufgabe, gemeinsam mit meiner Freundin, ist die Eventgestaltung - ich selbst kümmere mich um Marketing, DJ-Booking und -Betreuung, musikalische Ausrichtung - und insgesamt das nach aussen wirksame. Die anderen sind eher im Hintergrund tätig, aber deswegen nicht minder wichtig.

Aber federführend bist du?

Nein, federführend sind wir gemeinsam, das Team entscheidet. Aber natürlich, aufgrund meiner exponierten Situation als Künstler und auch aufgrund meiner Art falle ich wahrscheinlich stark auf. Aber wichtig ist jedes Rädchen im gesamten Ding, besprochen wird alles immer im Team, das ist auch wichtig so, es macht also keiner allein "sein Ding" - es ist eine sehr kleine Demokratie.

Und das gesamte Team?

Mitarbeiterstand inklusive DJ's usw. - weil wir arbeiten ja mit Stamm-DJ's - ist 22.

club pi

Wann habt ihr mit Programm geöffnet?

Grundsätzlich Donnerstag, Freitag und Samstag - unregelmäßig noch am Mittwoch die Pi-Pansophie, das ist eine Art Lehrveranstaltung, in deren Rahmen wir Gastvortragende einladen, mit den Themenkreisen Okkultismus, Spiritualismus - mit gratis Eintritt, wir wollen damit eine Art kulturellen Background bieten.... für Themen, die in der Szene immer wieder vorkommen. Das sind Vorträge über Himmel und Hölle, Crowley... und vieles anderes - wir hatten schon alle möglichen Dinge.

Läuft das aktuell auch?

Ab März wieder, man sieht das dann online - derjenige, der das organisiert, hat auch relativ wenig Zeit - macht das also auch nur, wenn er Zeit dafür findet... es werden unten Teppiche aufgelegt, man sitzt also am Boden und es gibt eine offene Diskussionsgruppe, die sich daraus entwickelt - wenn in Songtexten beispielsweise über Cthulhu gesprochen wird, sollten die Leute ja schon wissen wer das ist!

Ist das gut besucht?

Doch, ja. so 30 bis 40 Leute - bunt gemischt. Wir plakatieren und bewerben das öffentlich - daraus ergibt sich ein kleiner Kreis, gemütlich und überschaubar - danach sitzen wir zusammen, es wird geplaudert und sich ausgetauscht, der Vortragende bleibt dann natürlich, jeder kann tiefergehende Fragen stellen.

... du siehst das also auch als Teil der Kultur?

... als Teil der Philosophie, ja. Wir haben auch immer wieder Ausstellungen hier, wir haben extra Hakenleisten für Fotos, Gemälde usw. - es melden sich auch immer wieder Künstler bei uns, die meisten sind Gäste, bzw. Freunde von Gästen. Wir bieten ihnen die Plattform, und haben andererseits dadurch wiederum auch selbst wechselnde Deko.

club piKonzerte gibts keine?

Nein, auch aufgrund der Lage, da bekommen wir wegen der baulichen Situation und der Anrainer keine Genehmigung, das ist auch vom Pegel her nicht möglich. Außerdem bietet der Hauptraum unserer Ansicht nach auch von der Größe her keine befriedigende Lösung

Wie sind die Öffnungszeiten?

Wir haben ganz strikt nach Auflagen bis 4 Uhr offen - das geht nicht anders bei Innenstadtdlage. Es hat ja jedes Lokal diese Auflage, wenn es einmal doch länger geht, geht's nach dem Prinzip "wo kein Kläger da kein Richter" - aber hier sind die Anreiner auch froh wenn es dann endlich einmal ruhig ist.
Donnerstags ab 21 Uhr, freitags und samstags ab 22 Uhr.

Als Teil welcher Szene sieht sich das Pi?

Das ist eine sehr ketzerische Frage! Aber da wir vom musikalischen her alles abdecken was unter "Gothic" läuft, und was auch international darunter verstanden wird, ist das auch die Szene, der wir uns zugehörig fühlen.

Da gibts ja auch Randbereiche, welche deckt ihr da konkret noch ab?

Das geht ganz in die Breite - vom Nicht-Gothic-Programm her haben wir zb. Mittelalterdonnerstage - "Slainte" - wo es Irish Folk und eben mittelalterliche Musik spielt... das ist eine eigene Clique, wir haben Brettspiele, kleine Bands, die Jam-Sessions hier spielen - bishin zu Exit:Rock, wo es eben härteres spielt, von Led Zeppelin über Rammstein bishin zu Billy Talent, aber grundsätzlich ist die Ausrichtung Gothic im weitesten Sinne.

Die Musik oben ist dieselbe wie unten?

Ja, das gleiche, wir können oben aufgrund der Auflagen auch nur sehr begrenzte Lautstärke spielen - das wäre eher frustrierend für DJ's oben, daher kein eigenes Musikprogramm.

Was läuft also aktuell im Programm?

Das ist einmal freitags die Exit-Reihe, wo jeder Freitag unter einem anderen Motto steht, bei der wir versuchen, ein breites Spektrum zu bieten - von ganz neu bis ganz alt, zB beim Exit:Cyber, wo wir dem Cybergothic-Trend Rechnung tragen, aber auch als Gegenpos das Exit:Goth, wo wirklich Oldschool läuft - da legen die DJ's D.A.V.E, Sündenfall und Ashley Davour auf, die machen das sehr Oldschool-orientiert.

Wie unterscheidet sich da konkret das Publikum von den anderen Exit-Veranstaltungen?

Ich sage einmal so - 50% sind immer da, das ist Stammpublikum, die restlichen 50% wechseln sich bei den einzelnen Veranstaltungen ab.

Was ist euer erfolgreichstes Event?

Porno.Industrie - auch vom Renommée her - obwohl es schwierig zu sagen ist, weil es nur alle 4 Monate läuft - es ist ein Special. Ansonsten ist es natürlich der Schwarzflug.
Porno.Industrie ist eine art Fetisch Fancy Dress Party, wo jeder Abend unter einem Thema steht, mit sehr strengem Dresscode, und es darum geht, dass die Leute durch besonderes Outfit auffallen können - wir dekorieren das Lokal, räumen alles um, stellen alles auf den Kopf - es gibt diverse Shows, Spiele, einen Darkroom - wo auch die sexuelle Komponente nicht zu kurz kommen soll. Das wird auch stark genützt, wir bieten die Möglichkeiten, und wenn sich jemand von der Stimmung angeheizt fühlt, kann man das auch bis zu einem gewissen Maße ausleben, man kann sich zurückziehen... aber insgesamt steht es unter Motto "Fantasie"... wir machen Walking Acts, Showacts, Feuerspucker, Bondage - alles mögliche. Wir mußten da auch Vorverkaufskarten einführen, weil es so gut besucht ist. Wir limitieren strikt auf 200 Gäste, damit auch genug Platz ist. Wir bieten Buffet und alles mögliche - da soll auch jeder genug Platz haben. Letztes Mal hatten wir eine Schlange draussen von über 100 Leuten!

Sowas gibts ja sonst auch nirgends, oder?

Nein, und da sind wir auch sehr stolz, dass wir das Konzept als einziges Lokal in dieser Form haben... es ist auch eine Veranstaltung für unsere Gäste, für unser Stammpublikum, da kommen keine Swinger oder S/M-Publikum. Musikalisch gibts erotisch-elektronisches, von Industrial, Dirty bishin zum Minimal Electro, es läuft alles was sexy und anregend ist... da kann auch einmal Madonna laufen

Was wir vorhin schon angesprochen haben: Wie laufen die klassischen Gothic Parties im Vergleich zu anderen?

Tja, wir haben versucht, auch dem musikalisch "älteren" Teil der Szene die Hand zu reichen und zu sagen, dass wir mit Exit:Goth ein Programm für dieses Publikum haben - ich schaue mir da auch selbst die Setlists an, ich hab da ein Auge drauf... die Setlists können auch international mit jeder Oldschool-Party mithalten.
Es wird leider nicht so gut angenommen, und man merkt, dass die Leute, die am lautesten danach geschrieen haben, dann erst recht nicht kommen. Ich seh das jetzt so als Bildungsauftrag für unser Stammpublikum, der auch dankend angenommen wird. Nur - wir wollten auch Offenheit in dieser Szene beweisen und dem auch eine Veranstaltung widmen... insofern ist es dann halt sehr schade, dass es von den Leuten, die danach verlangt haben, dann eben doch nicht angenommen wird.

Großes Thema Alter - wie alt ist euer Durchschnittspublikum?

Ich schätze 20.

Hängt das vielleicht damit auch zusammen, dass diese klassischen Sachen nicht so gut ankommen?

Na, wir wollen ja schon auch Veranstaltungen machen, damit Ältere auch kommen - wir wollen ja auch mit dem Lokal allen was bieten.
Wenn dann aber die Älteren nicht kommen, und hauptsächlich die Jüngeren bleiben, die sowieso am Schwarzflug auch sind, dann ist es halt so... wir haben das Lokal aber nicht so ausgelegt, dass nur junge Leute kommen... die Idee zum Lokal wurde ja eigentlich bei den Schwarzflug-Parties geboren... und da das eine Musikrichtung ist, die eher die Junge anspricht, ist es halt einmal so...

Was ist euch wichtig, worauf liegt euer Fokus, und wie stellt ihr euch das Zielpublikum eigentlich vor?

Grundsätzlich war es so, dass wir mit der Situation in Wien nicht zufrieden waren - diese Scheuklappenmentalität, und dass es eine sehr rückgewandte Szene war, wo es nur darum ging was in der Vergangenheit geschah, die Zukunft wurde grundsätzlich kritisch beäugt, was auch dazu geführt hat, dass die Playlists nie am stand der restlichen Welt waren, immer hintennach waren.
Was wir auch kritisiert haben, war die Ausgrenzung von "Neuen", von neu dazugekommenen - wir sind der Meinung, die Szene stirbt, wenn keine neuen Leute dazukommen. der Nachwuchs ist ein ganz wichtiges Asset, das wir in der Szene haben...daher sollte man die jungen mit offenen Armen empfangen, statt sie grundsätzlich abzulehnen.

Das hast du ja auch schon mit deiner Aussage in dem Buch "Ästhetische Mobilmachung" kritisiert, dass es eher darum geht, wer die selteneren Platten hat, wer die Checker in der Szene sind...

... ja, genau. wir versuchen genau diese Klassengrenzen abzuschaffen - bei uns ist jeder willkommen, niemand diskriminiert, jeder soll sich wohlfühlen. wir haben gesagt: die Leute die anders sind - diejenigen, auf die auf der Straße mit dem Finger gezeigt wird, egal ob alt oder jung, die sollen sich hier wohlfühlen- und es soll nicht dazu kommen, dass es wie in anderen Lokalen dann so läuft: auf der Straße wird dir gezeigt du schaust ZU gruftig aus, im Lokal schaust du dann wieder nicht gruftig genug aus... und das ist ja wider der Grundintention der Szene.

Warum, glaubst du, passiert das?

Puh - Ängste, selbst obsolet zu werden? Angst vor dem eigenen "Sterben" in der Szene... das Gefühl "ich bin besonders, weil ich bin in der Szene. je mehr leute reinkommen, umso weniger besonders bin ich".... je größer die Szene wird, umso weniger bin ich Individualist.... ich glaube das ist ein grundsätzliches Problem.
Es entwickelt sich auch hier teilweise, wir versuchen das so gut wie möglich zu steuern und dem keinen Rahmen zu bieten.
Man ist ja auch als Lokalbetreiber vorbild - wenn die Leute dann herkommen und uns wegen neuem, jungem Publikum anmeckern, dann reden wir mit ihnen drüber, und erklären ihnen, dass es ohne diese Leute in 10 Jahren in Wien keine Szene mehr gibt...
Wir sind auch der Meinung, dass Subkultur nur dann gefördert werden kann wenn sie auf einem wirtschaftlich guten Fundament steht, weil was nützt der beste Idealismus, wenn du ihn dir nicht leisten kannst, und ich glaube dass das ein Grundproblem in Wien ist - dass es nur Idealismus ohne wirtschaftlichen Background gibt. deshalb bin ich auch froh, dass wir Leute im Team haben, die uns mit ihrem Know-How helfen, unsere Vision langfristig umsetzbar machen, weil wir wollen die Szene bewahren, und das langfristig.

Aber hat das nicht auch dazu geführt, dass sich die Szene weiter aufgesplittet hat? Wie hat sich eure Philosophie auf die Entwicklung der Szene insgesamt ausgewirkt - früher gab es ja mehrere koexistierende Szenen, das ist heute kaum noch so...

Da könnten wir stundenlang drüber diskutieren! Wenn ich den Leuten etwas anbiete, und die 16jährigen kommen zu uns - mir ist es tausendmal lieber, ein jugendlicher identifiziert sich mit dem, was im weitesten Sinne Gothic ist, und zu uns kommt, als irgendwo anders hinzugehen und sich anderen Subkulturen anschließt, die ich, oder wir als gesamtes Team, als nicht so erstrebenswert für junge Leute erachten.
Wir denken uns - und deshalb machen wir das auch und stehen dahinter - dass die Gothic Subkultur die beste Subkultur ist, sonst würden wir das nicht machen, sonst wären wir nicht Teil davon -deshalb sind wir über jeden froh, der zu uns kommt, egal wie alt er ist.
Deshalb stehen unsere Türen offen.

Daher auch der starke Zusammenhang zwischen Lokalbetreibern, DJ's und Personal?

Ja, bei uns ist es ein Gesamtkonzept. wir haben unser Auge auf alles, wir kontrollieren die Playlist - das geht bishin zu Deko und Getränken - wir verkaufen keinen Fusel, wir wollen auch bei den Getränken eine gewisse Qualität bieten... das beginnt bei speziellen Absinth-Sorten, wir haben auch lange gesucht bis wir einen Met-Lieferanten gefunden haben, der unseren Qualitätsansprüchen gerecht wird - was für uns selbst gut genug ist, ist auch für das Lokal gut - wir denken nicht "na für die Gäste wird's schon reichen"..

Habt ihr eigentlich direkte Konkurrenz, spürt ihr andere Parties?

Ja, wir spüren schon den Schwarzen Reigen, zwar nicht so sehr aber doch - vor allem weil sich der Schwarze Reigen jetzt musikalisch nicht so überschneidet... viele kommen dann auch noch am selben Abend zu uns, zum Tanzen.
Es ist halt der Sektor, auf dem wir stark und auch international bekannt sind - Industrial, ..

*räusper*

...bzw. nennen wir es lieber "New Industrial", TBM, Powernoise - das wird halt auf anderen Parties nicht geboten - Leute die das hören wollen kommen zu uns.

Legen eure DJ's woanders auch auf?

Teilweise, aber hauptsächlich bei uns - wir wollen grundsätzlich schon, dass sich unsere DJ's dem Lokal verpflichtet fühlen sollten. Wir sagen auch: wenn ihr den und den DJ wollt, dann kommt zu uns. Wir bieten den DJ's auch einiges - jeder DJ ist bei uns Teil vom Team....
wir haben auch internationales Renommée das sich sehen lassen kann, das ist schon einen große Sache.
Wir haben ja auch recht viele Gast-DJ's gehabt, die unseren Ruf verbreitet haben - wenn du im Ausland über Industrial/Electro in Wien redest, dann kommst du über den namen PI nicht herum, weil wir es auch geschafft haben uns international einen Namen zu machen... wir haben oft internationale DJ's da, die waren auch alle immer ganz begeistert von uns.
Das ist für uns auch ein Indikator - wenn dann ein Gast-DJ sagt, dass wir ein geiles Publikum haben.. tanzfreudig, super gekleidet, das ist dann schon wichtig....

Es schauen ja auch manchmal Bands bei euch vorbei, Emilie Autumn zb....

... ja, wobei Combichrist und Rammstein da schon ein Highlight waren - ich hab eine ganz formlose Einladung ausgesprochen, plötzlich standen Rammstein im Lokal und haben mit unseren Gästen getrunken, ohne Bodyguards oder sonstwas...
sonst viele Künstler aus dem elektronischen Bereich, verschiedene DJ's.

Es gibt ja doch diese zwei Szenen, wenn wir jetzt beispielsweise von deutschen DJ's sprechen, dann sind das bei euch ja auch ganz andere als anderswo...

... ja, ist ja so, wenn ich jetzt die Thyssen-Brüder einladen würde, kämen ja genauso wenig leute - wegen dem Lokal!
Wobei, es ist auch eine rein wirtschaftliche Sache - ich kann mir auch nur DJ's leisten, wo auch Leute kommen würden... und da der Schwarzflug unsere erfolgreichste Party ist, leisten wir uns auch nur DJ's dort, wo auch die meisten Leute kommen.
Aber egal wie bekannt ein DJ ist - für mich zählt nur, wenn man auf die Leute eingeht, und ob er die leute zum Tanzen bringt, das ist der einzige Indikator, egal wie bekannt jemand ist.
Ich verwende unser Marketing-Budget lieber dafür, unsere Leute glücklich zu machen, und nicht dafür, Leute einzuladen, die nur einen großen Namen haben.

Gibts Zusammenarbeiten mit Geschäften, anderen Veranstaltern usw.?

Nein, also momentan nicht. Wir haben schon öfter Leute zusammengetrommelt - aber es ist nie was daraus geworden... es scheitert an den Egos, aus angst vor Konkurrenz offenbar. Wir stehen jeder Zusammenarbeit sehr offen gegenüber, zb. kommen Reigen-Gäste bei uns auch gratis rein, wir haben auch die Gästeliste für Veranstalter - jeder darf bei uns flyern....

Wo gehen eure Gäste sonst noch hin?

Also das ist hauptsächlich schon unser Stammpublikum.

Wie schaut das Samstagsprogramm genau aus?

Samstag dreimal Schwarzflug, in unterschiedlicher Ausrichtung, jeden 2. Samstag zb. "Invasion" - wo es DJ-Rotation mit Leuten aus den Bundesländern gibt, Tanzbefehl jeden 3. Samstag - für eher jüngere, wo auch technoideres gespielt wird, am 4. Samstag dann Störfunk, das eher in die Ant-Zen-Richtung geht...

Habt ihr eine strenge Door Policy?

Nein, überhaupt nicht - wobei - es gibt zwei Veranstaltungen, das ist eben Porno.Industrie, und eine zweite, die es mittlerweile nicht mehr gibt, den Club Bizarre - das wurde aber über die zeit obsolet, weil wir uns selbst kannibalisieren würden... das waren die Abende, an denen wir eine strenge Door Policy hatten... da ist mindestens jeder zweite wirklich gut gestyled - ansonsten eine grobe Door Policy, um Leute die offensichtlich einer ganz konträren Szene angehören und potentielle Störenfriede abzufangen. Perfekt gestyled muss anfangs niemand sein, obwohl wir uns natürlich sehr darüber freuen.

Habt ihr viele Gäste aus dem Ausland?

Ja, also wenn Leute aus dem Ausland kommen, kommen sie zu uns - speziell bei Porno.Industrie kommen sehr viele aus allen möglichen Ländern.
Auch aus den anderen Bundesländern kommen sehr viele Leute, hauptsächlich Steiermark.

Wie schauts in der nächsten Zukunft aus?

Wir haben keine konkreten Änderungen vor - bei uns ändert sich stetig alles.. wir reagieren auf Feedback, und passen laufend an.

Daaaanke, lieber Thomas!

Daaaaanke!

Club Pi

Zum Schluss noch ein paar Wortspenden internationaler Gast-DJ's:

"It is very rare to come across such a talented and passionate group as the
DJs and staff of Club Pi. While the crowd won my heart almost immediately
with their enthusiasm, it was working with such a phenomenal group of
people that really made me feel like I am a success. They are, without
question, some of the very best in Europe and it has been an honor, a
privilege, and a pleasure to stand among them."
DJ Totentanz, Philadelphia PA (USA)

"I've been fighting for years for our town's scene to evolve, and the most similar to what we have I've found in Europe is club PI.
It's guests program is magnificent, it's family atmosphere makes it unique, sexy, funny, different... one of the best clubs in Europe"
DJ Sergio Delirio, Barcelona (E)

"Hospitality was one of the best I ever encountered during all my dj-gigs world wide. Also the atmosphere is very friendly and I was able to spin a strong and diverse set for an open minded crowd. Would love to be back soon ! "
DJ -X-X-X- [Veranstalter & DJ: Cyberia / Summer Darkness - Holland]