Sa, 16.November 2002 @ The Monastery
20.00 Uhr: Vor dem Monastery stehen ca. 25 Leute und warten bis sich die Türe öffnet. Erst dann steht dem Konzert von Anne Clark nichts mehr im Wege.
Rund eine halbe Stunde später ist es dann soweit. Es herrscht Ruhe im Lokal. Dort, wo sich sonst die Tanzfläche erstreckt, befindet sich eine kleine Bühne, welche aber vollends ausgestattet ist. Sieht ein bisschen eng aus aber es soll ja an Nichts mangeln.
Die Besucherzahl steigt auf schätzungsweise 150 Personen an. Eigentlich mehr Leute als ich erwartet habe. Als die Bühne dann erwartungsvoll beleuchtet wird verteilen sich die Gäste um die Bühne herum. Die erste Reihe hat am Boden Platz genommen. Der Keyboarder betrat die Bühne und eröffnete das Konzert. Das Publikum ist hingerissen vom ersten Moment an.
Wenig später kommt auch Anne Clark auf die Bühne, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Ihr schlichtes Outfit unterstreicht die Ruhe und Natürlichkeit ihrer Person als auch die des Konzerts.
Anne Clark präsentiert eine sehr angenehme Mischung aus älteren Stücken und dem neusten Album mit vertonten Werken von Rainer Maria Rilke. Die Atmosphäre wirkt sehr familiär aber auch ziemlich melancholisch. Was zeigt, wie schön eigentlich kleine Konzerte sein können.
Das Publikum findet Gefallen an den Liedern wie z.b: „Autumn“ oder „Song of the sea“.
Aber auch die Hits „Our Darkness“ und „Sleeper in Metropolis“ klingen hervorragend gute in der doch etwas „anderen“ Version.
Jeder der agierenden Musiker hatte auch in einer kurzen Anne-Pause Zeit, zu zeigen was er kann.
Ob Keyboard, Gitarre oder Cello – einfach großartig!! Diese Musiker verstehen was von ihrem Instrument.
Nachen eine wundschön ruhigen und sehr zufriedenstellenden Anne Clark Konzert sind Sharon Next an der Reihe. Das Püppchen wird schön auf der Bühne platziert und die Kerzen am Kerzenständer angezündet. Fehler. Denn der Kerzenständer ist der erste Gegenstand der sich von der Senkrechten in die Waagrechte begibt. Dank einem „kräftigen Puster“/einer „kräftigen Pusterin“ wird nichts Weiteres abgefackelt.
Sänger Helmut Prixs scheint (!) sich schon das ein oder andere Gläschen genehmigt zu haben, da er es schafft bei 3 Sprüngen auf die Box sich auch 3 mal runter- bzw. umzuwerfen.
Zwar beehrt Sharon Next ein wesentlich kleineres Publikum, doch es wird mitgesungen, getanzt... gefeiert eben. Ich will ja nicht behaupten, Sharon Next seien schlecht gewesen, denn das waren sie nicht, aber sie haben auch schon wesentlich besser Leistungen unter das Volk gebracht.
Im Monastery wird die Bühne abgeräumt und einige Leute begeben sich schon auf den Heimweg, andere bleiben und erfreuen sich an DJ Scrag! und DJ Ilse.
Es war teilweiße ein sehr, sehr schöner, ruhiger Abend, aber auch etwas energiegeladen.
Gemischte Gefühle soll’n ja bekanntlich auch ganz nett sein.
Line-Up dieser Tour besteht aus:
Murat Parlak (Keyboard)
Jeff Aug (Gitarre)
Jan-Michael Engel (Cello)
Niko Lai (Schlagzeug)
und natürlich Anne Clark







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